"Die Schüler brauchen mehr Platz"
VS Afritsch klagt über Raumnöte, die sich weiter verschärfen werden: Die Schülerzahl in Lend wächst um 36 Prozent. Bund braucht Platz in Marschallgasse aber selbst.
Es ist eng in der Marschallgasse. Bisher teilte sich die Volksschule Afritsch mit der zweisprachigen Gibs das Schulgebäude - eine für beide Seiten unbefriedigende Situation. Aber wer gedacht hatte, mit dem Abwandern der Gibs nach Eggenberg löst sich das Platzproblem, der hat sich geirrt.
Denn der Bund will das Gebäude für die städtische Volksschule nicht freigeben - dabei muss die VS schon jetzt manche Klassen an einem anderen Standort führen. Direktorin Annemarie Fink ist verzweifelt: "Unsere Schüler brauchen mehr Platz. Unseren Werkraum nutzen wir gleichzeitig für Religion, das interkulturelle Lernen findet im Arztzimmer statt. So können wir einfach keine zweite 1. Klasse aufmachen."
Das wird aber notwendig sein, wenn man sich die Entwicklung der Schülerzahlen anschaut. Im Bezirk Lend wird es bis 2016 ein Plus von 36 Prozent geben. "Es ist unverantwortlich, diese Räume für einen Neue Mittelschule, wie sie Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz vorschwebt, oder für Klassen anderer Gymnasien nutzen zu wollen", schimpft Schulstadträtin Sonja Grabner.
Im Büro von Erlitz verweist man auf den Bund, der einen langfristigen Mietvertrag hat. Dieser "hat selber einen Raumbedarf".
Ein möglicher Kompromiss: Die Abendschule zieht zur Volksschule. "Das wäre vernünftig", hofft Direktorin Fink.
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Fakten
177 SChüler besuchen derzeit die Volksschule Afritsch, davon aber nur 102 am Standort in der Marschallgasse. Der Rest muss in Expositurklassen am Rosenberg unterrichtet werden.
Die Prognosen zeigen vor allem für den Bezirk Lend stark steigende Schülerzahlen: bis zum Jahr 2016 gibt es um 36 Prozent mehr Volksschüler als heute - das ist die höchste Steigerungsrate in ganz Graz.
Die Gibs, das zweisprachige Gymnasium, siedelt mit September 2010 von der Marschallgasse nach Eggenberg.















