Josef Hader unterstützt Studenten
Robert Menasse war schon da, und am Donnerstag trat auch Josef Hader in der Grazer Vorklinik für die Rechte der Studenten ein.

Foto © Markus LeodolterJosef Hader zu Gast in der besetzten Grazer Vorklinik
Es hat sich gerächt, dass man die Studenten erzogen hat, alles selbst zu checken. Jetzt checken sie eben auch die Besetzung", zeigte sich Josef Hader bei seinem Besuch an der Grazer Uni sarkastisch wie gewohnt. "Denn die Studienbedingungen sind einfach untragbar", begründet er seinen Einsatz.
Und er war nicht der erste österreichische Intellektuelle, der sich mit den protestierenden Studenten solidarisch zeigte. Vergangene Woche begeisterte schon Robert Menasse den zum Bersten vollen Hörsaal. "Und Josef Winkler hat auch schon zugesagt", heißt es aus den Reihen der Hörsaal-"Besetzer", die sich die Popularität der Gäste zu Nutze machen. "Die Meinung dieser Menschen hat in der Öffentlichkeit einfach mehr Gewicht", ist man sich sicher.
Aber auch in den eigenen Reihen gibt es Veränderungen. So wird im Sommersemester eine Ringvorlesung zum Thema Bildung angedacht, abgehalten von solidarischen Lehrenden, mit Prüfung und offizieller Anerkennung als Wahlfach für alle Studienrichtungen.
Ein gutes Einvernehmen gibt es auch mit Rektor Alfred Gutschelhofer: "Wir arbeiten bereits an einer Verbesserung der Ausstattung der Fachbibliotheken", nennt er einen der in Erarbeitung befindlichen Prozesse. Die Vorklinik wird aber weiterhin besetzt. Und so lange bleibt auch die Verlegung einiger Lehrveranstaltungen in die UCI-Kinowelt Annenhof aufrecht.


















