Tag X für den GAK
Heute steht beim angeschlagenen GAK die Generalversammlung auf dem Programm. Über Vöcklabruck wurde Konkursverfahren eröffnet, Pasching nimmt sich aus dem Titelrennen.

Foto © GEPAIn welche Richtung geht es für den GAK?
Der finanzmarode GAK hat es also bis zur Generalversammlung geschafft. Vor zwei Wochen galt das Überleben bis zum heutigen Tag noch als großes Ziel von Präsident Anton Kürschner und den Mitgliedern. Heute sollen die Weichen für eine gesicherte Zukunft gestellt werden. Auch wenn Kürschner für die Evaluierung des neuen Budgets noch Zeit brauchen wird. "Wir stehen trotzdem noch jeden Tag an der Kippe. Ich will Transparenz schaffen und die Ist-Situation darlegen", sagt Kürschner, der heute keine Aneinanderreihung von unzähligen Abstimmungen plant, sondern vor allem informieren will: "Ich erwarte mir eine rege Diskussion, wie es weiter gehen soll."
Vor vollendete Tatsachen bezüglich GmbH-Modell oder Verkauf der Marketing-Rechte wird Kürschner die Mitglieder heute nicht stellen. Neben der Bewältigung der Altlasten sind ein auf 1,4 Millionen Euro reduziertes Budget 09/10 und das Vier-Säulen-Modell Kürschners Hauptthemen.
Beharren will Kürschner auf eine Zukunft inklusive Akademie und einem raschen Aufstieg aus der Regionalliga. Sollte das bei der Mehrzahl der Mitglieder nicht auf Wohlwollen stoßen, kündigt er bereits im Vorfeld persönliche Konsequenzen an. Strebt die Mehrzahl der Mitglieder einer "gesicherten Zukunft im sicheren Kielwasser der Regionalliga" an, zieht er eine baldige Generalversammlung mit Neuwahlen in Betracht - noch in diesem Jahr. Im Falle einer versuchten Palastrevolte wird sich Kürschner der Wahl stellen - aber definitiv nicht heute.
Konkurs und Abstieg
Was dem GAK vorerst erspart geblieben ist, traf einen anderen Fußballklub: Über den FC Vöcklabruck wurde beim Landesgericht Wels das Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten werden mit 800.000 Euro beziffert, wobei 40 Gläubiger durch die Insolvenz betroffen sind.
Auch der Präsident des Tabellenzweiten und Titelaspiraten Pasching, Franz Grad, ließ wieder einmal aufhorchen: Er hat bereits im Sommer um eine Eingliederung in die Oberösterreichliga angesucht und wird im Frühjahr "noch ordentlich mitspielen". Nach dem Regulativ der Bundesliga dürften die 2007 neu gegründeten Paschinger (Lizenzverkauf an Austria Kärnten) auch im Fall des Meistertitels nicht aufsteigen. Zudem wird der interimistische Vorstand im Sommer 2010 zurücktreten. Findet sich kein neuer, ist das wohl das Ende.














