Noch kein Anstrum auf Arztpraxen
Unterschiedlich ist der Andrang bei Allgemeinmedizinern bzw. Hausärzten in der Steiermark in Bezug auf Informationsbedarf hinsichtlich H1N1-Virus. Die Mehrzahl der Anfragen erfolgt telefonisch, ein "Ansturm" dürfte es nicht sein, so Mediziner.

Foto © Koscher/Sujet
Der Grazer Allgemeinmediziner und niedergelassene Arzt Adolf Binder verzeichnet in den vergangen Tagen keinen größeren Ansturm wegen H1N1-Besorgten. "Noch vor einigen Wochen hatten die Menschen gar kein Interesse, jetzt ist die Zahl der Anfragen schon gestiegen, telefonisch fast mehr als persönlich. Allerdings lese ich in den Zeitungen mehr von der Neuen Grippe, als ich selbst mitbekomme." Sein Kollege Gustav Mittelbach wird täglich mit "ein paar" Anfragen konfrontiert und von Patienten mit fiebrigen Infekten nach einer möglichen Neuen Grippe-Diagnose befragt. Es gebe aber keine Komplikationen und generell empfehle er ein Impfverhalten wie bei der saisonalen Grippe.
Wie erst am Mittwochabend bekannt wurde, kam es auch bereits im Betriebskindergarten der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) zur Sperre einer der insgesamt fünf Kindergartengruppen. Nachdem mehrere Kinder dieser Gruppe erkrankt waren, wurde diese Gruppe aufgelöst und die gesunden Kinder in die vier anderen aufgeteilt, so Friedrich Maritschneg, in der KAGes zuständig für den Betriebskindergarten. Geschlossene Schulklassen gibt es derzeit in drei Grazer Schulen, je eine im Lichtenfels-Gymnasium und bei den Ursulinen, sowie drei Klassen in der Volksschule Andritz.

















