Infineon-Chips für ab 2010 ausgegebene chinesische Pässe
Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass jährlich rund 6,5 Millionen elektronisch geschützte Dokumente ausgestellt werden. Die Chips werden im Grazer Development Center entwickelt.

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Die ab dem ersten Quartal 2010 ausgegebenen Reisepässe in China werden mit Sicherheitschips von Infineon ausgerüstet sein. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird mit der Ausgabe von jährlich rund 6,5 Mio. Pässen gerechnet. Die wesentliche Entwicklungsarbeit für den Sicherheitschip wurde im Grazer Development Center geleistet.
Der neue chinesische Reisepass enthält in seinem Umschlagrücken den Chip, auf dem die im Pass gedruckten Informationen verschlüsselt abgespeichert sind. Dazu gehören etwa der Name des Passinhabers, das Geburtsdatum und ein Lichtbild sowie Gültigkeitsdauer und Nummer des Reisepasses. In den beiden chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau wird Infineon-Technologie seit 2007 bzw. 2008 eingesetzt: Jährlich werden hier 1,2 Mio. bzw. 100.000 Reisepässe ausgestellt. Infineon liefert für die beiden Sonderverwaltungszonen seit 2004 auch Chips für die elektronischen Personalausweise, die z.B. für die automatische Identitätsüberprüfung an Grenzkontrollpunkten und für E-Government-Anwendungen eingesetzt werden.
Das Infineon Development Center Graz hat sich innerhalb des Unternehmens als weltweites Kompetenzzentrum für kontaktlose Chiptechnologien etabliert. Gegründet im Jahr 1998 und angesiedelt im Grazer Metahof forschen und entwickeln rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an kontaktlosen Chiptechnologien und Chips für das Automobil.
Infineon ist nach eigenen Angaben im zwölften Jahr in Folge der Weltmarktführer bei Chips für Kartenanwendungen und hielt in 2008 einen Marktanteil von 25,5 Prozent am Gesamtmarkt. Mit weltweit rund 29.100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erzielte das in Frankfurt börsenotierte Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 (Ende September) einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro. Die frühere Siemens-Tochter beschäftigt an den österreichischen Standorten Villach, Klagenfurt, Graz, Linz und Wien rund 2.900 Mitarbeiter.
















