Feldbach im Glücksregen
Bundespräsident Heinz Fischer besucht Feldbach anlässlich des Stadtjubiläums: "Stolz auf die Vergangenheit, optimistisch in die Zukunft."

Foto © Schleich
Die Kälte findet ihren Weg durch Mäntel und Jacken, vom Himmel fällt feiner Nieselregen. Die Menschentraube vor der Alten Sparkasse in Feldbach scheint die Unbilden der Witterung nicht zu bemerken. Von einem "Glücksregen" wird Bürgermeister Kurt Deutschmann sprechen, wenn er nach halbstündigem Warten Bundespräsident Heinz Fischer willkommen heißen kann. Gemeinsam mit der Stadtmusik, von deren Trompeter Österreichs höchster Repräsentant das Instrument ausborgt, um selbst hineinzublasen.
Zum Regen gesellt sich das Blitzlichtgewitter, Hände werden geschüttelt, Fotos mit Autogrammen versehen. "Uns hätte zum Jubiläum 125 Jahre Stadt Feldbach etwas gefehlt, wenn unser Herr Bundespräsident nicht gekommen wäre", würdigt Deutschmann den Besuch. "Ich kann nicht sagen, dass ich ein Feldbacher bin, aber ich bin in Graz geboren und damit ein Steirer", wandelt Fischer das bekannte Berliner Kennedy-Zitat ab und gerät angesichts der schönen Landschaft mit ihren alten Obstbäumen ins Schwärmen. Das Stadt-Jubiläum werde mit Recht gefeiert, man könne stolz auf die Heimat und ihre Geschichte sein, wenngleich man den Blick in die Zukunft richten müsse. Und das mit Optimismus, lasse doch der Vertrag von Lissabon eine Straffung der Willensbildung erwarten und habe die Krise einen Punkt erreicht, an dem eine Wende bevorstehen könnte.
Nach einem raschen Lauf durch 125 Jahre Stadtgeschichte mit Hofrat Rudolf Grasmug geht es mit Stadtamtsdirektor Michael Mehsner in die Ausstellung "Unser Feldbach", wo sich der Bundespräsident noch ins Besucherbuch einträgt bevor er wieder in den schwarzen Mercedes steigt, der ihn zum nächsten Termin bringt. Stadtbuch und steirische Äpfel im Kofferraum werden ihn noch ein paar Tage an die Feldbacher erinnern, denen er zum Abschied zuruft: "Auf Wiedersehen und bleibt's lustig!"
















