Rumänische Reisegruppe in Graz
Einbrecher ließen sich von einem Anwalt von Rumänien nach Graz chauffieren, zum Einbrechen.

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Ein ungleiches Trio verantwortet sich vor dem Schöffensenat unter Vorsitz von Angelika Hacker. Der erste, ein Rumäne, gesteht, mit dem zweiten in ein Grazer Pfandhaus eingebrochen zu haben. Zweimal in einem Monat. Sonst fällt ihm heute im Wesentlichen ein, dass ihm sonst nichts mehr einfällt.
Die Beute war Schmuck im Wert von einmal 67.000 und einmal 47.000 Euro. Dasselbe Pfandhaus wurde heuer übrigens fünfmal innerhalb von sechs Monaten ausgeräumt.
Der zweite ist Wiener mit Familie in Rumänien. Mit neun Vorstrafen bei 25 Lebensjahren, Tattoos, glatt rasiertem Kopf und provokanten Antworten im Wiener Dialekt übertrifft er locker jedes Vorurteil, wie ein Vorstadt-Bazi sein muss. Ach ja, und er ist unschuldig, den anderen hat er erst im Auto kennengelernt.
Gelenkt hat das zumindest einmal ein Anwalt aus Rumänien. Im Nadelstreif, betont höflich, gibt er Auskunft: Er weiß nichts. Er hatte nur einen Termin in Graz und nahm die anderen, die er flüchtig kannte, mit. "Wenn ich helfen kann, helfe ich gerne."
Alle drei, so die Anklage, sollen Mitglieder einer kriminellen Vereinigung sein. Weit gefehlt, er habe nur eine Klientin in Wiener Neustadt treffen wollen, rief sie an, traf sie doch nicht, fuhr über Wien, dann nach Graz. Dort schlief er im Auto, rief einen Klienten an, traf sich in aller Früh im Auto (!) mit ihm und fuhr heim. Was die anderen inzwischen getan haben? "Das ist nicht mein Problem", sagt der Advokat. "Das ist Ihr Problem, sonst wären Sie heute nicht hier", sagt Richterin Hacker, die Mühe hat, gelassen zu bleiben. Richtig, aber "ich war nie Mitglied einer kriminellen Vereinigung".
Auch was mit Händen zu greifen ist, muss erst bewiesen werden. Nun werden die Rufdaten des Anwalts ausgewertet. Bis dahin: Vertagung.














