Zwiespältige Saisoneröffnung des Grazer Orchesters recreation
Heinrich Schiff dirigierte das Orchester recreation.

Foto © PrivatHeinrich Schiff
Mit Johannes Brahms' dritter Symphonie und Igor Strawinskys "Feuervogel-Suite" eröffnete das Grazer Orchester recreation unter Heinrich Schiff seine neue Konzertsaison. Die Symphonie geriet recht spannungsarm, man hatte sich anscheinend mehr auf den vermeintlich anspruchsvolleren "Feuervogel" konzentriert. Hier übertrug Schiff das scharfe Konturieren und die Anmutung freien Musizierens, die ihn als überragenden Cellisten so sehr auszeichnen, auch als Dirigent weitgehend auf das Orchester.
Unmittelbarer traten diese Qualitäten in der Trauermusik (1936) von Paul Hindemith hervor, die Schiff als Solist seinem am 28. Oktober verstorbenen Cello-Kollegen Martin Hornstein widmete; nochmals gesteigert in der gesanglichen, explosiblen Linienführung, mit der er Max Bruchs "Kol nidrei" musizierte und so beim Publikum den größten Beifall fand.
















