Jungdesigner erfinden den "Blaumann" neu
"design@work": Franziska Lamprecht und Brigitta Lampl kleiden steirische Handwerker und Industriearbeiter in ein modernes Gewand.

Foto © AP/Sujet
Laufsteg Industriehalle: Ab sofort können modebewusste Angestellte in den Sparten Industrie und Handwerk getrost auf den Einheits-Blaumann verzichten. Die Studentinnen der Grazer Modeschule Ortweinplatz Franziska Lamprecht und Brigitta Lampl haben im Rahmen des Wirtschaftskammer-Projekts "design@work" die Arbeitskleidung neu erfunden. Ihr Herren- und Damenmodell geht nun in Produktion.
"Mit der neuen Berufskleidung ziehen kräftige Farbtupfer in die steirischen Arbeitsplätze ein", sind sich Spartenobmann Josef Herk und Thomas Kautzer, Geschäftsführer der steirischen Industriellenvereinigung, einig. Insgesamt wurden 70 Monturen nach wochenlanger Recherche und Planungsphase von Grazer Modeschülern eingereicht, 14 Entwürfe kamen in die engere Wahl. "Wir sind auch in die Berufsschulen gegangen und haben mit Lehrlingen über ihre Vorstellungen und Wünsche gesprochen", erklären die Kreativen. Die Kritikpunkte des Zielpublikums flossen in die anschließende Optimierung der Anzüge ein.
Die Siegerinnen überzeugten die Fachjury mit ihrem sportlich-modernen Stil in Grau und Rot. Die Modelle erfüllen außerdem alle strengen Kriterien in puncto Sicherheit, Funktionalität, Schutz und Kosten: "Wir waren dabei zum ersten Mal richtig mit dem Thema konfrontiert."
Bestellung per Internet
Erzeugt werden die Modelle von der Firma Stako Berufskleidung. "Die neue Arbeitskleidung der beiden Designerinnen wird in unseren Katalog aufgenommen und kann auch im Internet bestellt werden", erklärt Sprecherin Patricia Veidinger, die auch in der Jury saß.

















