Ungereimtheiten beim Augarten-Bauprojekt
Kurios: Auf Grafiken sieht Augarten-Bauprojekt plötzlich anders aus, gibt auch der Architekt zu. Doch unisono heißt es: Es ist alles beim Alten.

Foto © KLZ DIGITAL/BauerAuf 12.600 m2 Gesamtnutzfläche werden im Augarten Wohnungen, Geschäfte und Büros realisiert
Manche Bauzaungäste im Norden des Grazer Augartens hatten dieser Tage ein zweifaches Aha-Erlebnis: Zum einen bewies ihnen eine Baggerschaufel, dass der Abbruch des Augartenkinos tatsächlich über die Bühne geht. Doch wie Anrufe bei der Kleinen Zeitung verdeutlichten, stellten sich dabei viele auch die Frage: Hat sich das Nachfolgeprojekt geändert?
Denn: Jene Computer-Grafiken auf dem Baugitter, die den künftigen Komplex darstellen, sehen anders aus als die bislang bekannte Darstellung. "Stimmt, wir hätten dies auch anders gemacht", gesteht Architekt Ernst Giselbrecht, Sieger beim Projekt-Wettbewerb.
Der Umzug des Augartenkinos in die Conrad-von-Hötzendorf-Straße machte ja den Weg frei für einen lange geplanten Bau: Auf 12.600 m2 Gesamtnutzfläche werden im Augarten Wohnungen, Geschäfte und Büros realisiert. Zudem ist eine Tiefgarage für 188 Stellplätze vorgesehen.
Allein: Auf den jüngsten Computerbildern sieht das Projekt ein wenig anders aus. "Ich kenne diese Renderings, aber sie sind nicht von uns", betont Giselbrecht. "Es hieß, man wolle eine realistischere Darstellung. Aber ich gehe davon aus, dass das Projekt wie von uns geplant umgesetzt wird."
Wird es, versichert Fritz Gande, Chef der SOB, die über eine Tochterfirma im Augarten tätig ist. "Das Projekt ist das selbe wie eh und je! Sowohl architektonisch als auch in puncto Darstellung wurde mit Herrn Giselbrecht alles abgesprochen. Aber ich diskutier halt nicht ewig, ob ein Baum jetzt grün genug aussieht."
Auch Patrick Arlati von der Firma "neuwohnen.at", die den Verkauf der Flächen abwickelt, betont: "Es ist alles beim Alten. Die Darstellung ist bloß realistischer, nicht mehr so futuristisch."
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Bild vergrößernDie bisher bekannte Darstellung...Foto © Giselbrecht+Partner, panorama-pictures.net

















