Jung, steirisch und keine Spur von Leichtsinn
Die zweite steirische Jugendstudie nahm die weiß-grüne Jugend unter die Lupe. Fazit: Freunde, Sportverein & Handy sind Lebensmittelpunkt.

Foto © © fidelio - Fotolia.comJunge Steirer lassen sich nicht unterkriegen
Unsere Jugendlichen sind Sportsfreunde, sie blicken optimistisch in die eigene Zukunft, Freunde stehen ganz oben auf der Liste und in der Politik wollen sich die jungen Steirer auch aktiv einbringen.
Die steirische Jugend auf dem Seziertisch. 2085 Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren (55 Prozent Mädchen, 45 Prozent Burschen) aus dem ländlichen wie urbanen Raum gaben für die zweite Ausgabe der steirischen Jugendstudie Auskunft über ihre Lebenswelt. Über ihre Werte, Berufsperspektiven, politische Beteiligung und ihre Erfahrungen mit Gewalt. Die Studie wurde vom Lebensressort des Landes in Zusammenarbeit mit der Arge Jugend gegen Gewalt und Rassismus durchgeführt.
Jugend besser als ihr Ruf
"Die steirische Jugend bleibt besser als ihr Ruf", so der Slogan von Jugendlandesrätin Elisabeth Grossmann. Ein Slogan, dem man noch die Worte "und vielschichtiger" hinzufügen könnte. Einerseits vertrauen die jungen Steirer auf Altbewährtes wie Freundschaft, Ehrlichkeit und Familie und sind eingefleischte Vereinsmeier. Andererseits haben sich soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zum reinsten digitalen Spielplatz für die Jugend von heute entwickelt. In der Studie werden die jungen Steirer als eine Art "High-Tech-Biedermeier" bezeichnet. Christian Schauringer, Leiter der Studie: "Das Rückbesinnen ist ein Zeichen der Krise. Die Jugendlichen sehen ihre eigene Zukunft zwar positiv, aber die Entwicklung der Gesellschaft schätzen sie als negativ ein. Deswegen besinnt man sich auf die guten alten Werte." Das Spannungsfeld Schule - für 60 Prozent ist sie Stressfaktor Nummer eins - würde diesen Trend noch verstärken. "Man sagt zwar süßer Vogel Jugend, aber diese Generation war schon von sehr vielen Krisen betroffen. Man nehme den elften September und die aktuelle Wirtschaftskrise. Kein Wunder, dass sich das in der Art zu leben abzeichnet."
Features
Grafiik
Fakten
Im Jahr 2007, in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs, wurde die erste steirische Jugendstudie durchgeführt.
Ein kleiner Vergleich zwischen den Ergebnissen 2007 und 2009.
2007 sahen 90 Prozent der Jugendlichen der eigenen Zukunft positiv entgegen. 2009 sind es 93 Prozent.
Das Interesse an der Demokratie liegt im Aufwärtstrend und steigerte sich von 27 Prozent 2007, auf 32 Prozent im Jahr 2009.
Im Jahr 2007 gaben 3 Prozent der steirischen Jugendlichen an, Opfer von Gewalt durch andere Jugendliche geworden zu sein.
2009 sind es vier Prozent.
















