Streit um Managergagen
Soll es eine Gehaltsobergrenze für die städtischen Spitzenmanager geben oder nicht? Eine knifflige Frage, die derzeit bei Schwarz und Grün für Verwirrung sorgt.

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Alle wollen dasselbe, nämlich eine gerechte Entlohnung - dennoch kommt am Ende immer etwas anderes heraus.
Anlass der Diskussion ist die Gehaltspyramide, die Rechnungshofdirektor Günter Riegler am Donnerstag im Gemeinderat vorlegen wird. Grün-Mandatar Gerhard Wohlfahrt will die Deckelung mit dem Bürgermeistergehalt, sprich: Manager sollen maximal so viel wie Siegfried Nagl verdienen - 12.650 Euro brutto. "In Zeiten wie diesen sind höhere Gehälter fragwürdig. Wir müssen bei den oberen Managergehältern einsparen - auch im Hinblick auf mögliche Ausgliederungen." Einsparungspotential: eine Million Euro.
ÖVP-Klubchef Peter Piffl-Percevic will von dem Gehaltsdeckel aber nichts wissen. "Das Modell des Rechnungshofes ist transparent: Die Höhe des Gehalts hängt an der Verantwortung des Geschäftsführers. Leistung muss belohnt werden."
Die grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker verweist auf eine Einigung mit Nagl und Finanzstadtrat Gerhard Rüsch, über einen Sockelbetrag zu verhandeln. Rücker: "Wir stehen hinter dem Modell des Rechnungshofes, aber es sollte nach oben hin eine Grenze eingezogen werden, die zwischen dem Bürgermeistergehalt und jenem des Landeshauptmannes liegt." Also zwischen 12.650 und 15.500 Euro. Auf diesen Sockel können dann Prämien draufgelegt werden.
Welches Modell auch immer kommen wird, die Symbolwirkung steht im Zentrum. Die Höchstgrenzen treffen nur zwei Personen - die Graz AG-Vorstände Wolfgang Malik und Wolfgang Messner. Nur sie verdienen mit 16.400 Euro mehr als Bürgermeister Nagl.

















