Hendrik Vestmanns gelungenes Debüt
Die Grazer Oper startet eine neue Konzertreihe: "Klassik am Sonntag".
Ernst Smoles Beispiel macht Schule. Den von ihm in Mürzzuschlag etablierten Typ des Kurzkonzerts ohne Pause übernimmt jetzt auch die Grazer Oper. "Klassik am Sonntag" heißt die neue Matinee-Reihe vor dem Eisernen Vorhang, in der die Grazer Philharmoniker mit Solisten aus den eigenen Reihen auftreten.
Zum Auftakt spielte Bernhard Vogl vor schütterer Publikumskulisse das zweite Cellokonzert des Jahresregenten Joseph Haydn, dem auch mit der Ouvertüre zur Oper "La vera costanza" Reverenz gezollt wurde. Der Solocellist der Grazer Philharmoniker beeindruckte mit technischer Bravour und sensiblem Vortrag. Nach einem Hemdwechsel an seinen Orchesterplatz zurückgekehrt, bot er im Verein mit seinen Kollegen eine differenzierte Wiedergabe der zweiten Serenade von Johannes Brahms, bei der unter dem energisch gestaltenden estnischen Gastdirigenten Hendrik Vestmann (35) vor allem die Bläser brillierten.

















