Christoph Klauser: Mahner wider das soziale Schlaraffenland
Der ehemalige SPÖ-Politiker Christoph Klauser ist Sonntagfrüh verstorben. Der ehemalige Finanzlandesrat erlag im Alter von 85 Jahren einem Krebsleiden.

Foto © UtriKlauser starb Sonntagfrüh
Trauer herrscht über das Ableben Christoph Klausers, des langjährigen Finanzlandesrates und Vorsitzenden des Bundes sozialdemokratischer Akademiker (BSA). Der geborene Deutschlandsberger, der von Beruf Rechtsanwalt war, ist seiner Heimatstadt sein Leben lang treu geblieben. Vom Amt des Bürgermeisters der Bezirksstadt wechselte er in die Landespolitik, die er als Finanzreferent in der Landesregierung von 1970 bis 1991 entscheidend beeinflusste. Bis 1996 war Klauser Zweiter Landtagspräsident.
Die "Graue Eminenz"
Zu Recht galt Christoph Klauser lange Jahre als "Graue Eminenz" der steirischen SPÖ. Während die Partei oft ohne Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten soziale Verbesserungen durchsetzen wollte, erwies er sich als erfolgreicher Mahner gegen einen Geist, der sich in einem "sozialen Schlaraffenland" wähnte. Dabei war Klauser kein kleinlicher Säckelwart, sondern einer, der klug die Möglichkeiten auslotete.
Besonders erfolgreich war sein Einfluss auch auf Belange der steirischen Kulturszene. Er stand maßgeblich hinter den Plänen zur Sanierung der Grazer Oper und zur Professionalisierung des Joanneums. Klauser war verheiratet und hatte zwei Kinder.















