Ein Mann, den die Nazis doppelt verfolgten
Bruno Kurzweil war Jude und auch noch Sozialist.

Foto © ClioDer Sozialdemokrat Bruno Kurzweil verließ Graz 1938
Adeles Vater, Bruno Kurzweil (geb. 1891), stellte für die Nazis als Jude und als Sozialist ein zweifaches Feindbild dar.
Unmittelbar nach seinem Jusstudium trat Kurzweil in die Kanzlei von Arnold Eisler, dem Anwalt der Sozialdemokratischen Partei, ein. Durch Eislers starkes politisches Engagement übernahm Kurzweil die Aufgaben des Parteianwalts. Einige Prozesse sollten ihn über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. So erstattete er im Namen der Partei Anzeige wegen Hochverrats gegen Walter Pfrimer, Landesleiter der Heimwehr. Obwohl er kein Parteimitglied war, wurde Kurzweil im Februar 1934 verhaftet. Im Exil war er innerhalb der "Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten" aktiv. Wurde in Auschwitz vergast.













