Meisterliche Drehungen
Selina und Tanja Stekl, bekannt als "Las hermanas", wurden nach zwölfjährigem Training mit dem Zertifikat der spanischen Flamenco-Meisterklasse geehrt.

Foto © KanizajSelina und Tanja Stekl
Eigentlich können ja nur echte Spanier wirklich Flamenco tanzen - das wird jeder Südländer bestätigen. Aber wie sagt man so schön in Andalusien? "No hay regla sin excepcion" - Ausnahmen bestätigen die Regel. Deshalb haben die beiden Grazerinnen Tanja und Selina Stekl auch das Zertifikat der Flamenco-Meisterklasse von Enrique Burgos - seines Zeichens Spross einer berühmten Flamencofamilie aus Sevilla - überreicht bekommen. Eine einzigartige Auszeichnung für Österreicherinnen.
Dementsprechend stolz sind die beiden Schwestern, die sich unter dem Synonym "Las hermanas" mit vielen erfolgreichen Auftritten bereits einen Namen gemacht haben. "Als Jugendliche haben wir einen Flamenco-Film im Kino gesehen. Und da wussten wir, so wollen wir uns auch einmal bewegen", so die Anfänge. Jetzt, gut 15 Jahre und unzählige Blasen an den Füßen später, können sie von ihrer Leidenschaft sogar leben - seit dem Jahr 2000 leiten sie eine Flamencoschule in Graz.
"Aber zu Beginn haben wir in der Küche unserer Eltern trainiert", erinnert sich Tanja Stekl. "Und unser Vater war gar nicht begeistert." Eine Tanzkarriere hielt er erst nicht für die geeignete Berufslaufbahn seiner Töchter - weshalb jede der beiden auch brav ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert hat. Mit regelmäßigen Auslandsaufenthalten in Spanien, versteht sich. Das mit den väterlichen Sorgen ist mittlerweile ausgestanden. Mehr noch. "Unser Vater ist Musiker und mittlerweile haben wir sogar ein gemeinsames Flamenco-Programm entwickelt."
Features
Zur Person
Las hermanas ist der Künstlername der Grazer Schwestern Tanja Stekl (geboren am 18. 5. 1971) und Selina Stekl (geboren am 31. 1. 1975).
Im Jahr 2000 eröffneten die Künstlerinnen eine Flamencoschule in Graz, um ihr Wissen über den spanischen Tanz weitergeben zu können.

















