Edlinger-Ploder: "Keine Restriktionen für Autoverkehr"
Die steirische Verkehrslandesrätin tritt bei einem Symposium zur Zukunft der Mobilität in Graz gegen Umweltzonen auf.

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Ein hochkarätiges Symposium widmet sich auf der Grazer Messe am Freitag noch Fragen der Mobilität in der Zukunft. Die prominentesten Redner: Zukunftsforscher John Naisbitt und Londons "City-Maut-Altbürgermeister" Ken Livingston.
Umweltzonen
Gastgeberin Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder gab am Donnerstag eingangs ihre Marschrichtung aus: "Ich bin gegen Restriktionen für den Autoverkehr. Luft-Hunderter und Umweltzonen stehen mit ihrem geringen Nutzen in keiner Relation zum finanziellen und bürokratischen Aufwand." Lieber solle man das Geld in Forschung, die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs und der Bedingungen für Radfahrer stecken. Der Sinneswandel der Bürger käme von selbst. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer ist gegen Verbote und für den sanften Druck durch Anreize für ökologische Lösungen.
Und so drehte sich alles um die Frage, wie man Mobilitätsverhalten ändern kann. Die prominenten Referenten glauben aber nicht an einen Sinneswandel ohne Restriktion. Livingston zog mit 10-Prozent-Reduktion des Autoverkehrs bei gleichzeitigem Aufblühen des öffentlichen Verkehrs in London eine Erfolgsbilanz für die City-Maut. Und Naisbitt verwies auf Peking, wo eine erst nur für Olympia 2008 verordnete Maßnahme gegen Smog und Stau wegen ihres Erfolgs gleich in Kraft geblieben ist: Nach Kennzeichen sortiert müssen pro Tag 20 Prozent der Autos stehen bleiben.
















