Dem Pleiten-Gewitter folgen erste Lichtblicke
Firmenpleiten steigen, Dramatik nimmt aber ab.
Die Bilanz nach drei Quartalen fällt ernüchternd aus: "Noch nie wurden in der Steiermark in diesem Zeitraum so viele Firmenzusammenbrüche registriert wie heuer", bilanziert man beim Kreditschutzverband von 1870 (KSV). 715 Insolvenzen stehen unter dem Strich, um 49 Fälle mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, so Alfred Woschitz vom KSV in Graz. 3000 Arbeitnehmer waren bisher von den Insolvenzen betroffen, die Schuldensumme der insolventen Firmen ist von 316 auf 435 Millionen Euro geklettert. Zahlen, die kaum positive Aspekte erahnen lassen. Die gibt es nach Ansicht des KSV aber sehr wohl. Denn im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie etwa Oberösterreich verzeichnete man in der Steiermark vor allem in der ersten Jahreshälfte massive Steigerungen. Zuwächse, die sich im dritten Quartal deutlich eingebremst haben. Während also aus anderen Bundesländern erst jetzt Rekordzahlen vermeldet werden müssen, "beginnt das Insolvenzgewitter aus der Steiermark bereits abzuziehen", so Woschitz.
Ob der Konjunktureinbruch bereits überwunden sei, wie es die Prognosen mittlerweile andeuten, müsse man erst abwarten. "Wir haben schon die Hoffnung, dass steirische Firmen - nach dem reinigenden Gewitter im ersten Halbjahr - ein konjunkturelles Wachstum früher nützen können." Bei den Privatkonkursen fiel der Anstieg bisher weniger dramatisch aus, es wurden 464 neue Verfahren eröffnet, um sieben mehr als 2008. Beim KSV rechnet man aber mit dem Aufbau eines Rückstaus, der erst später schlagend wird.

















