Humantechnologie-Cluster zieht zufrieden Bilanz
Durchaus zufrieden blickt die Geschäftsführung des steirischen Humantechnologie-Cluster (HTS) auf die ersten fünf Jahre seines Bestehens zurück. Seit 2004 sind Umsätze um 40 Prozent und Beschäftigtenzahlen um 25 Prozent gestiegen.

Foto © APA22 neue Firmen im Bereich Pharmaindustrie, Biotechnologie und
Seit 2004 seien die Umsätze um rund 41 Prozent und die Zahl der Beschäftigten um ein Viertel gewachsen, so Geschäftsführer Markus Gfrerer am Mittwoch im Pressegespräch in Graz. Ausblicke in die Zukunft der Pharmaindustrie, Biotechnologie und Medizintechnik und steirische Chancen bietet die Zukunftskonferenz des HTS morgen, Donnerstag, in Graz.
Im Laufe der vergangenen fünf Jahre sind rund die Hälfte der 120 infrage kommenden steirischen Unternehmen dem steirischen Humantechnologie-Cluster beigetreten. "Im Schnitt sind alle unsere Clusterunternehmen - vom Kleinstbetrieb bis hin zum Großkonzern - in ihrer Größe gewachsen und stabiler geworden", schilderte Gfrerer. Die Umsatzsteigerung von rund 41 Prozent, die Steigerung der Beschäftigtenzahl von 25 Prozent und eine Exportquote von 67 Prozent würden die Wirksamkeit des Clusters für den Humantechnologie-Sektor belegen. Demnach sei jedes zweite beteiligte Mikrounternehmen zum Kleinunternehmen, jedes dritte KMU zu einem großen Unternehmen und jedes fünfte Kleinunternehmen zu einem mittelgroßen Unternehmen gewachsen. 22 Firmen seien neu entstanden. Insgesamt finden landesweit rund 9.500 Menschen im Bereich der Humantechnologie Arbeit. Ziel des HTS bis 2015 sind 12.000 Arbeitsplätze.
Zu jenen 65 Prozent der Mitgliedsbetriebe, die in den vergangenen fünf Jahren im Humantechnologie-Sektor neue Geschäftsfelder erschlossen haben, zählt u.a. die VTU Engineering GmbH. Der Clustergesellschafter der ersten Stunde beschäftigt sich mit der verfahrenstechnischen Planung von HighTech Prozessanlagen. "Mit den Kooperationspartnern innerhalb des Clusters erweitert sich die Produktpalette. Wir haben uns vom Engineeringunternehmen zum Technologiepartner und von Consultant zum Entwicklungspartner weiterentwickelt", schilderte Geschäftsführer Robert Schwarz.
Wirtschaftskrise spürbar
Die Wirtschaftskrise sei im Cluster laut Gfrerer durch "eine Zurückhaltung der Großindustrie im ersten Halbjahr, die sich jetzt wieder auflöst" spürbar geworden. Die künftigen Herausforderungen sind noch ungewiss: Die Märkte der Humantechnologien befänden sich weltweit im Umbruch - und diese Entwicklungen würden auch vor Österreich nicht haltmachen: Die am Donnerstag in Graz stattfindende Zukunftskonferenz des HTS beleuchtet die neuen Spielregeln und Herausforderungen im Humantechnologie-Business.
















