Studie zum Einzelhandel in Graz löst Alarm aus
Exklusiv: Studie nimmt Einzelhandel in der Stadt Graz genau unter die Lupe und listet Mängel, Gefahren und mögliche Gegenmaßnahmen auf.

Foto © KanizajWie geht es dem Grazer Einzelhandel im Moment
Es sind 110 Seiten, die es in sich haben: Die "Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung" (GMA) hat im Auftrag der Stadt Graz den Handel in der Murmetropole unter die Lupe genommen. Und diese "Einzelhandelsstrukturanalyse", die der Kleinen Zeitung exklusiv vorliegt, stellt nicht nur den Status quo detailgenau dar. Sie listet auch die Mängel im Grazer Geschäftsleben auf - sowie Gefahren für die Unternehmer der Stadt, die sich nicht zuletzt aufgrund der immer härter werdenden Konkurrenzsituation ergeben.
Auf der Haben-Seite verbuchen die Experten, dass der Einzelhandelsplatz Graz "grundsätzlich gute Standortrahmenbedingungen" aufweise. Dass sich etwa die "verkehrliche Erreichbarkeit" sehen lassen könne und die Zahl der Betriebe in einzelnen Bezirken stark gestiegen sei.
Doch dann kommt's: Die Kaufkraft sei in den letzten Jahren gesunken, bis 2015 gehe man von einer Stagnation, bestenfalls von einer leichten Steigerung aus. Auch in bekannten Wunden wird gerührt: So heißt es in der Studie, dass im Grazer Stadtgebiet immerhin rund 400 Geschäfte leer stehen, in manchen Bezirken gar jeder vierte Shop. Und: Die beim Bahnhof geplante ECE-Stadtgalerie werde die Wettbewerbssituation verschärfen - und die Passantenfrequenz in der Annenstraße "nicht automatisch" wesentlich erhöhen.
Gleichsam zum Trost listen die Studienautoren mögliche Gegenmaßnahmen auf.
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Einzelhandels-Studie Graz

Grafik vergrößernEinzelhandels-Studie GrazGrafik © GMA 2009, Foto: SCHERIAU

















