Tunnelbau bei voll laufendem Tram-Betrieb
Das Monsterprojekt Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof samt Tram-Unterführung am Gürtel ist auch eine logistische Herausforderung für Planer und Baufirmen.

Foto © Zechner & ZechnerBis September 2013 soll das Monsterprojekt fertig sein
Die Finanzierung des 90 Millionen-Projektes soll noch im September von Stadt und Land abgesegnet werden. Aber auch der grobe Zeitplan für dieses Riesen-bauvorhaben liegt schon auf dem Tisch. "Bis auf wenige Tage soll der ganze Bau bei voll laufendem Straßenbahn-Verkehr abgewickelt werden", versichert Klaus Masetti in der Stadtbaudirektion.
Gelöst wird dies, indem vor Beginn der Tunnelgrabungen die bestehenden Straßenbahngleise an den Rand verlegt werden, der nicht aufgegraben wird. Für den Autoverkehr sollen am Gürtel zu jedem Zeitpunkt zwei Fahrspuren in jede Richtung befahrbar sein. Probleme sind im Ost-West-Verkehr zu erwarten. Die größten Behinderungen für die Kfz sind erst bei den Arbeiten am neuen Bahntragwerk der ÖBB in der Eggenbergerstraße zu erwarten. Masetti: "Eine zeitweise Totalsperre wird sich nicht umgehen lassen." Dort wird aber erst im Oktober 2012, nach Fertigstellung der Drehscheibe, begonnen und bis September 2013 gebaut.
Der Startschuss für das Gesamt-Projekt erfolgt im März nächsten Jahres mit den Arbeiten für die Wendeschleife für die Linien 3 und 6 in der Asperngasse, die bis November 2010 beendet sein sollten. Als Vorhut wird im Mai 2010 mit den Leitungsverlegungen in der Annenstraße begonnen. Die eigentlichen Bauarbeiten sind zwischen Jänner 2011 und Herbst 2012 terminisiert. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2012 vorgesehen.
Zu den Klagen von Landesrätin Edlinger-Ploder, der Bund zahle zu wenig zu diesem Projekt dazu, kontert Wien. "Die ÖBB bauen gerade um 157 Millionen mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket des Bundes den Grazer Hauptbahnhof um", erklärt Susanna Enk der Verkehrsministerin.

















