Grazer Polizei warnt wieder vor Trickbetrügern
Gauner gab sich als ehemaliger Verwandter aus und lockte 93-Jährigem 1000 Euro für Billigwaren heraus. Anderer Trickdieb kassierte Anzahlungen für Elektrogeräte - geliefert wurde nichts.

Foto © KLZ DIGITAL/WeichselbraunWarnung vor Trickbetrügern in Graz
Die Grazer Polizei warnt erneut vor dem "Neffen- und Verwandtentrick". Dabei gehen die Täter dreist vor: Ein Unbekannter gibt sich dabei als Verwandter oder Bekannter aus und bittet die mutmaßlichen Opfer, vor allem ältere Personen, um Geld für Aktienkauf, Grundstückskauf oder Schuldentilgung. Zudem werden die Opfer massiv unter Druck gesetzt. Wichtig ist laut Exekutive: Keinesfalls auf die Forderungen eingehen und den Vorfall bei der nächsten Polizeiinspektion melden. Auch ein Rückruf bei den tatsächlichen Verwandten kann Klarheit bringen.
Reingelegt
Erst am vergangenen Wochenende hat ein unbekannter Mann einen 93-jährigen Pensionisten in der Janzgasse auf der Straße angesprochen, sich als ehemaliger Arbeitskollege ausgegeben und ist danach mit dem Pensionisten in seine Wohnung gegangen. Dort hat der Trickdieb ihm vier Jacken und eine Handtasche gezeigt, für die er 1000 Euro verlangen wollte. Weiters gab der Mann an, dass er das Geld dringend für einen Flug in die Schweiz benötige. In der Folge ging der Pensionist zur Bank, behob das Geld und bezahlte. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei den Jacken und bei der Handtasche um billige Waren mit einem Gesamtwert von maximal 200 Euro.
Ein weiterer Trickdieb, nach dem die Polizei fahndet, hat in verschiedenen Lokalen Gästen oder dem Bedienungspersonal gegenüber behauptet, über Kontakte zu Elektromärkten zu verfügen und von diesen günstig Geräte beziehen zu können. In allen Betrugsfällen leisteten die Opfer Anzahlungen, der Täter verschwand aber stets mit dem Geld ohne später tatsächlich etwas zu liefern.
















