Siebenjähriger wurde aus reißendem Bach gerettet
Simon (7) wurde beim Spielen vom reißenden Stiftingbach mitgerissen. Feuerwehrmann zog ihn aus dem Wasser, Mutter half bei Reanimation.
Während seine Familie gerade den 40. Geburtstag eines Angehörigen feierte, spielte der siebenjährige Simon gestern Nachmittag kurz vor 17 Uhr im Schaftal am Ufer des Stiftingbaches in Kainbach bei Graz. Plötzlich zog ein Gewitter mit starkem Regen auf, binnen kürzester Zeit stieg der Wasserspiegel des Baches an. Simon hatte keine Chance und wurde von den Fluten mitgerissen. "Wir waren nach dem Unwetter gerade bei einem nahe gelegenen Gasthaus im Einsatz, als Angehörige zu uns liefen und sagten, der Bub sei ins Wasser gestürzt", schildert Gernot Ranftl von der Freiwilligen Feuerwehr Kainbach.
Mutter reanimierte Sohn
Sofort lief er mit seinen Feuerwehrkollegen zum reißenden Bach, um mit Angehörigen nach Simon zu suchen. Kurz darauf entdeckte der Feuerwehrmann den Siebenjährigen im Wasser treibend. "Genau als ich ihn aus dem Wasser gezogen habe, ist seine Mutter gekommen. Trotz des Schocks hat sie perfekt reagiert und bei der Reanimation geholfen", sagt Ranftl.
Inzwischen traf auch das Rote Kreuz mit zwei Fahrzeugen ein und kümmerte sich um Simon. "Als uns die Helfer den Buben übergeben haben, hat sein Herz bereits wieder geschlagen", so Isabella Kummer vom Roten Kreuz. Anschließend wurde der Bub in künstlichen Tiefschlaf versetzt und in die Kinderchirurgie des LKH-Universitätsklinikums Graz eingeliefert.
Im Raum Stiftingtal, Kainbach, Kumberg und St. Radegund war die Gewitterzelle besonders stark. Die Berufsfeuerwehr Graz sowie die Freiwilligen Feuerwehren Graz und Kainbach rückten mit rund 50 Mann aus. "Zwischendurch waren wir mit 70 Prozent der verfügbaren Einsatzkräfte in der betroffenen Region im Einsatz", erklärt Heimo Krainz, Einsatzdirektor der Grazer Berufsfeuerwehr. Die teilweise überflutete Stiftingtalstraße musste freigemacht, Verklausungen entfernt werden.


















