Neu in steirischen Landesregierung: Grossmann und Schrittwieser
Hirt und Flecker räumen ihre Plätze in der Landesregierung. Elisabeth Grossmann und Siegfried Schrittwieser rücken nun nach. Der bullige Lokalpolitiker mit langjähriger Landtagserfahrung und die Europasprecherin der SPÖ im Nationalrat im Portrait.

Foto © APADie neuen Gesichter in der steirischen Landesregierung: Elisabeth Grossmann und Siegfried Schrittwieser
Ein bewährter, langgedienter Abgeordneter mit Klubchef- und Präsidentenerfahrung und die Europasprecherin der SPÖ im Nationalrat: Die neuen Mitglieder der steirischen Landesregierung, Siegfried Schrittwieser und Elisabeth Grossmann, sollen mithelfen, die Ausgangslage für LH Franz Voves etwas über ein Jahr vor der Landtagswahl 2010 zu verbessern. Hatte man Schrittwieser als Landtagspräsident schon am Zenit seiner politischer Karriere gewähnt, so ist es für Grossmann die bisher größte politische Herausforderung.
Grossmann startete politische Karriere in Weststeiermark
Grossmann wurde am 25. November 1968 in Graz geboren, ihre eigentliche politische Karriere startete sie aber in der Weststeiermark. Die Juristin, Mutter zweier Söhne, ist seit dem Jahr 2000 Geschäftsführerin der Frauenplattform Bezirk Voitsberg - seit ihrem Einzug in den Nationalrat im Dezember 2002 übt sie diese Tätigkeit ehrenamtlich aus. Begonnen hatte sie ihre politische Aktivitäten 1988 in der SPÖ-Sektion Graz-Straßgang. Grossman war zuletzt geschäftsführende Bezirksvorsitzende der SPÖ und in der SPÖ-Parlamentsfraktion Sprecherin für Außenpoltik und EU. In ihrer Heimatgemeinde Edelschrott ist sie seit 2005 auch Gemeinderätin.
In die Spitzengremien der Landespartei zog Grossmann 2007 ein: Sie wurde stv. Landesparteivorsitzende, im Nationalrat fungierte sie als Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ. Den Umgang mit Menschen in Nöten kennt Grossmann aus eigener Erfahrung, sie war u.a. als Pflegehilfskraft in der Kinderpsychiatrie und ist als Rechtsberaterin der Frauenplattform Voitsberg tätig.
Schrittwieser kennt Job im Land wie seine Westentasche
Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser - seit der gewonnenen Wahl 2005 in dieser Funktion - gilt als bodenständiger, bulliger Lokal- und Landespolitiker und kennt den Job im Land praktisch wie seine Westentasche. Geboren ist Schrittwieser am 26. Juni 1952 in Thörl im obersteirischen Bezirk Bruck/Mur, Landtagsabgeordneter ist er seit 1987.
Klubchef seiner Landtagsfraktion wurde er im Jahr 2000. Diese Funktion hatte er drei Jahre inne, bevor er aus Unvereinbarkeits-gründen diese Funktion zurücklegte, als er für einige Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Thörl wurde - einem früheren Zentrum der obersteirischen Stahlerzeugung, das von industriellem Wandel und Abwanderung stark getroffen wurde. Eine seiner schwersten Stunden als Ortschef hatte Schrittwieser zu Ostern 2004 zu bestehen: Damals war ein Alko-Lenker in die durch den Ort marschierende Musikkapelle gerast, der Vizebürgermeister und ein Musiker kamen ums Leben. Zuletzt hatte sich Schrittwieser um das Erscheinungsbild des Landtags nach innen und außen - durch internationale Kontakte - bemüht.















