Dem Alltag entspringen
Wolfgang Stiksl hüpft mit Siebenmeilenstiefeln die Karriereleiter hinauf.
Adrenalin gehört für ihn zum Sport einfach dazu. Vom Nahkampf über Fallschirmspringen bis hin zu Bungee-Jumping. Wolfgang Stiksl hat viel experimentiert, doch erst bei den Siebenmeilenstiefeln hat ihn das Fieber gepackt.
"Durch Zufall habe ich das Urprodukt 2002 im Internet gesehen und gleich gekauft", erinnert sich der 36-Jährige rückblickend. Vom System war er sofort fasziniert, doch an der Technik musste noch gearbeitet werden. Als er sich mit Sportmedizinern zusammensetzte, wurde die Idee zur eigenen Firma geboren. "Vom Erfolg war ich gleich überzeugt, doch den Anfang habe ich mir leichter vorgestellt", erzählt Stiksl, der davor in der Computerbranche tätig war.
Mittlerweile exportiert er die Siebenmeilenstiefel unter anderem nach Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Japan und Amerika.
Auch in Österreich hat sich einiges getan: Erst kürzlich wurde der Sport als Sparte in die Sportunion aufgenommen. Neben diversen Trainings für Schüler und Studenten werden die Stiefel auch zur Burnout-Therapie genutzt. "Wenn man 40 Zentimeter über dem Boden steht, ist der ganze Alltagsstress vergessen", weiß Stiksl von sich selbst.
Siebenmeilenstiefel sehen zwar ungewöhnlich aus, sind aber ungefährlich: "Innerhalb von zehn Minuten kann man damit umgehen. Aber einmal bin ich am Gletscher am Eis ausgerutscht", schmunzelt der Profi.
Testen kann man die Stiefel jede Woche beim Lauftreff an der Murpromenade. Doch Vorsicht, es besteht Suchtgefahr: "Ich habe viel probiert, aber mir wurde schnell langweilig. Auf den Siebenmeilenstiefeln bekomme ich noch immer einen Kick."
Features
Fakten
Wolfgang Stiksl wurde 1973 in Graz geboren.
Seit 2003 ist er mit dem Verkauf von Sieben- meilenstiefeln erfolgreich.

















