Aus für Medizin-Aufnahmetest gefordert
Studentenvertreter sehen in dem Aufnahmetest auf Medizin-Unis eine Diskriminierung weiblicher Studenten.

Foto © APA
Der Verband Sozialistischer StudentInnen(VSStÖ) fordert, den unfairen Aufnahmetest an den Medizinischen Universitäten Wien und Graz abzuschaffen. "Auch heuer zeigt sich einmal mehr, dass der österreichische EMS-Test Frauen diskriminiert. Obwohl weit mehr als die Hälfte der BewerberInnen Frauen waren, haben nur 43,5 Prozent in Wien und 46,3 Prozent in Graz den Aufnahmetest bestanden. Das ist eine bodenlose Frechheit", so die VSStÖ-Vorsitzende Sophie Wollner.
Obwohl diese geschlechterspezifische Ungleichbehandlung schon seit Einführung des Tests bekannt ist, wird er dennoch jedes Jahr durchgeführt. "Wenn Vizerektor Reibnegger behauptet, dass das Verfahren nicht per se diskriminierend sei, klingt das für mich nach einer billigen Ausrede. Jedes Jahr bestehen mehr Männer den EMS-Test als Frauen, jedes Jahr wird er dennoch durchgeführt - das muss ein Ende haben", fordert Wollner die beiden Rektoren auf, den EMS-Test abzuschaffen.
"Aufnahmetests, wie der EMS-Test sind prinzipiell abzulehnen. Das Studium sollte dazu da sein, Studierenden benötigte Fertigkeiten zu vermitteln. Ein einziger Test kann nicht vorhersehen, ob aus der Person später ein guter Arzt oder eine gute Ärztin wird. Auch heuer wurden 3.430 Studierenden um die Chance auf ein Medizinstudium durch einen mehrstündigen Aufnahmetest gebracht. Alle Menschen sollten das Recht haben, selbst zu entscheiden, was sie studieren", so Wollner abschließend.
















