In Graz geben die Bauherren weiter Gas
Baubeginn für Projekt "Messequartier" mit 400 Wohnungen. Noch im August startet die Sanierung des Palais Kees (ehemaliges Korpskommando) am Glacis - es wird ein Studentenheim.

Foto © LeodolterAuch in der Sackstraße 28-30 geht es bald los
Der Bauboom in der steirischen Landeshauptstadt hält unvermindert an. Während die neue Landesdirektion der Wiener Städtischen in der Münzgrabenstraße und das neue Hotel gegenüber der Messe kürzlich bezogen wurden, wird an anderen Projekten eifrig gebaut. Und noch heuer sind weitere Spatenstiche angesagt.
Eines der größten Wohnbauprojekte der letzten Jahre, das "Messequartier" westlich der Münzgrabenstraße, wurde dieser Tage vom Stapel gelassen. Die Ennstal Neue Heimat errichtet in einer ersten Bauetappe 145 Wohnungen um 35 Millionen Euro. Nach zwei weiteren Etappen soll es dort 400 Wohneinheiten, eine Tiefgarage und als Besonderheit einen Swimmingpool auf dem Dach geben. Die Neue Heimat bereitet aber schon die nächste Riesen-Wohnbausiedlung vor. Auf einem Areal in der Waagner-Biro-Straße schräg gegenüber der List-Halle ist Platz für rund 550 Wohnungen. "Zusammen mit der Stadt Graz wollen wir demnächst einen Wettbewerb ausschreiben", berichtet Neue Heimat-Chef Franz Huber.
Studentenheim
Ersten Anzeichen für beginnende Bauarbeiten begegnet man auch am Glacis. Dort wandelt die private Firma Aiko GmbH das ehemalige Korpskommando (Palais Kees) im Zuge einer Generalsanierung um 9,6 Millionen Euro in ein Heim für 215 Studierende um. Betreiben wird das Heim die gemeinnützige Österreichische Jungarbeiter-Bewegung. "Im Herbst 2010 soll das Haus bezugsfertig sein", berichtet Aiko-Chef Martin Kurschel.
Noch nicht den Baustart, sondern nur Probe-Untersuchungen signalisieren Arbeiten am Gebäude Sackstraße 28-30. "Aber wir wollen noch heuer mit den Bauarbeiten beginnen", erklärt Geschäftsführer Dieter Johs von der Wegraz, die das Haus generalsaniert und dann dort im Erdgeschoß Geschäfte und darüber attraktive Wohnungen errichtet. Im kommenden Jahr 2010 will die Wegraz auch schon mit der Errichtung des 21 Geschoße hohen A2Z-Towers als Hotel- und Büroprojekt in Liebenau beginnen. "Wir erwarten demnächst die Baubewilligung", so Johs.
Direkt daneben am Autobahnzubringer ist die Errichtung des Projektes MP 09 in der Endphase. Michael Pachleitner möchte Ende heurigen Jahres das neue Headquarter seiner Firmengruppe in Betrieb nehmen. Kosten für das gesamte Projekt: rund 30 Millionen Euro.
Chemiegebäude
Einen schon weit fortgeschrittenen Bauzustand vermittelt - zumindest von außen - das Chemie-Ersatzgebäude der TU Graz in der Stremayrgasse. "Der Eindruck täuscht, jetzt beginnt erst die Zeit der aufwändigen Innenausbauten. Die Übergabe ist definitiv für den Sommer 2010 geplant", versichert Pressesprecher Ernst Eichinger von der Bundes Immobilien Gesellschaft (BIG). Rund 50 Millionen Euro werden hier verbaut.
Features
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Bild vergrößernNeubau der Wiener Städtischen kostete rund 10 Millionen EuroFoto © KLZ DIGITAL/Scheriau
Fakten
Zu vier Hotelprojekten (zumindest) werden derzeit mehr oder weniger ernsthafte Pläne gewälzt: ParkInn am Eggenbergergürtel, Ostbahnhouse ("roomz"-Hotel), Pavoreal im Pfauengarten und das Wegraz-Projekt nach Plänen von Zaha Hadid in der Burggasse (ehemals Kommod-Haus).
Für das Messeareal südlich der Fröhlichgasse (Parkplatz) werden noch immer Investoren und Nutzer gesucht.
Das Projekt Reininghausgründe der Asset One kämpft mit Anlaufschwierigkeiten.















