Schweißtreibende Arbeit
Tanzen, Schreien, Klatschen und Springen: Linkin Park verdienten sich ihre Brötchen Donnerstagabend vor einem sehr dankbaren Publikum.

Foto © APA/SujetChester Bennington & Co heizten dem Grazer Publikum ein
Das Gewusel tausender Füße am Eingang der Grazer Stadthalle schon Stunden vor Konzertbeginn ließ erahnen, wer sich an diesem Abend die Ehre im ausverkauftem Haus geben sollte: Linkin Park sind nun einmal eine Band mit besonderer Fan-Bindung. Da schreckt es auch nicht ab, wenn der Kartenpreis bei stolzen 60 Euro liegt.
Bevor das kalifornische Sextett zu seinen Instrumenten griff, um die angefallenen Kosten abzuarbeiten, durften die mittelmäßigen Funeral for a Friend vor das Publikum treten. Dieses bestand zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich aus eingefleischten Linkin-Park-Fans, die sich für ihre Idole warmklatschen und -kreischen wollten. Die restlichen Konzertbanausen machten es sich derweil noch im Freien oder an der Bar gemütlich. Spätestens nach dem Opener von Linkin Park, "Session" drängte die Masse aber kollektiv in Richtung Bühne. Vielleicht war das der Grund dafür, warum im hinteren Teil der Stadthalle riesige, menschenleere Löcher klafften. Und das, obwohl fast 10.000 da waren.
Hit auf Hit auf Hit
Ohne wirkliche Animationsversuche seitens der Band oder allzu viel Kommunikation mit den Besuchern war die Stimmung rasch auf dem Höhepunkt. Linkin Park knallten einen Kracher nach dem anderen in die enthusiastische Menge, die sich im Geruchsmeer ihrer Körperausdünstungen sichtlich wohl fühlte und keine Sekunde an eine Tanzpause dachte. Genauso wenig wie die Band. Die US-Gruppe rackerte sich genüsslich ab, bewegte sich ausgiebig in der Bühnenlandschaft und lag musikalisch, aber auch gesanglich mehr als deutlich über dem Durchschnitt von Mainstream-Kapellen.
Die Fans dankten es ihnen. Ein Mitsingpegel jenseits aller Messskalen übertönte den ohne Ohrenstöpsel fast unerträglich lauten Sound. So wurden Lieder wie "What I've Done", "Shadow of the Day" und natürlich "Crawling" stimmlich von den Fans getragen. Nach eineinhalb Stunden beendeten Linkin Park ihren Arbeitstag schließlich mit "One Step Closer", das noch einmal alle Füße zum Wuseln brachte.

















