Abseits von Ale und Guinness
"Zeitreisen" benannte die "styriarte" das Konzert des Gambisten Jordi Savall im Schloss Eggenberg mit dem Perkussionisten Pedro Estevan und Andrew Lawrence-King an der irischen Harfe.
Der Titel trifft, weil alte keltische Volksmusik kaum namentlich überliefert ist, jene des Iren Turlough O'Carolan oder des schottischen Banditen Jamie Macpherson sind da die Ausnahme. Spät im 19. Jahrhundert wurden die anonymen Weisen von Emigranten in Amerika notiert, um Erinnerungen an die Heimat wach zu halten.
Das Trio hob die in Suiten gefassten Stücke in eine klassische Sphäre, ohne einen Funken ihres ursprünglichen Feuers zu verschenken. Im Gegenteil: So einfache, fünftönige, einstimmige, sensibel von Schlagzeug begleitete Musik brachte gerade das Musikantische der drei Virtuosen zum Vorschein und fesselte auch über gut zwei Stunden Konzertlänge.

















