Grazer Schwimmer in der Mur löste Rettungsgroßeinsatz aus
Leblos treibender Mann in der Mur erwies sich als Schwimmer. So löste Anselm K. den 10.000-Euro-Großeinsatz aus.

Foto © KLZ DIGITAL/Scheriau/SujetSogar per Hubschrauber suchte man den Mann
Helle Aufregung um einen Großeinsatz von Rettungsleuten in der Grazer Innenstadt. Mehr als 100 Einsatzkräfte - von der Grazer Feuerwehr, der Rettung, Tauchern bis zum Hubschrauber - machten sich am Donnerstag gegen 15.30 Uhr auf die Suche nach einem leblos in der Mur treibenden Mann. Eine Passantin hatte ihn von der Hauptbrücke aus gesehen.
"Die Frau meldete uns, dass der Mann keine Schwimmbewegungen gemacht hat und wie leblos im Wasser trieb", berichtet Karl Graßberger von der Grazer Feuerwehr. Rasch, innerhalb von wenigen Minuten, wurde die gesamte Rettungsmaschinerie in Bewegung gesetzt. Feuerwehrleute, Taucher im Schlauchboot und Einsatzkräfte in Zillen suchten das Murwasser ab, sogar per Hubschrauber suchte man den Mann. Und hunderte Schaulustige beobachteten den Einsatz.
Als sich ein 40-jähriger Mann - mit noch nassem Ruderleiberl - an der Hauptbrücke bei Graßberger meldet, er habe wohl den Großeinsatz ausgelöst, kann sich der Einsatzleiter ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Ich schwimme seit sechs Jahren mehrmals im Jahr, besonders wenn es so warm ist wie jetzt, in der Grazer Mur", sagt "Murschwimmer" Anselm K. gegenüber der Kleinen Zeitung. Es sei ihm total unangenehm, diesen Wirbel ausgelöst zu haben. Graßberger schätzt die Kosten des Großeinsatzes auf 10.000 Euro. Die hat K. nicht zu tragen, denn er hat nichts Ungesetzliches getan, Schwimmen in der Mur ist nicht verboten.













