Royalkino: Neustart erfolgt noch im August
Seit Donnerstag ist das alte Grazer Royalkino Geschichte, das Team des Augartenkinos übernimmt die Säle. Nach dem Umbau wird der Vorhang am 21. August gelüftet.

Foto © Leodolter
"Ja, aus heutiger Sicht wird unser erster Spieltag der 21. August sein", nickt Grigoriadis, der am Donnerstag die Schlüssel für die neuen Räumlichkeiten übernommen und auch gleich erste Lagebesprechungen vorgenommen hat.
Auch die ersten drei Filme, mit denen das Royal/KIZ neu durchstartet, stehen seit Kurzem fest: Neben dem Überraschungssieger der Berlinale 2009, dem spanischen Streifen "La teta asustada" (The Milk of Sorrow), und der "Herzogin von Langeais" von Jacques Rivette will man vor allem mit dem neuen Quentin-Tarantino-Werk "Inglourious Bastards" samt Brad Pitt und Christoph Waltz reüssieren.
Doch Grigoriadis ist nicht der Einzige, der in die Hände spuckt: Denn mit dem gestrigen Tag "hat auch unsere Arbeit begonnen", weiß Günter Hirner, Geschäftsführer bei der "Grazer Bau- und Grünlandsicherungs-GesmbH" (GBG). Mittwochabend fiel ja im alten "Royal English Cinema" endgültig der Vorhang, nun überwacht die GBG den Umbau der Kinoräume. Abgesehen von den technischen Einrichtungen gehe es dabei vor allem um die Schaffung eines barrierefreien Zugangs, betont Hirner. Für dieses Unterfangen stellt die Stadt Graz immerhin 300.000 Euro bereit. Am neuen Standort will ja Grigoriadis so manche Royal-Tradition weiterführen. Ob dies allerdings auch für die beliebten "Sneak Previews", also die einmaligen Vorabpremieren von Filmen gilt, ist plötzlich offen: Denn seitens der alten Hausherren, der Constantin-Filmgruppe, wurde an der Eingangstür ein Zettel mit dem Hinweis hinterlassen, dass man diese "Sneak Previews" ab dem 25. August im Grazer Cineplexx servieren wird. "Das hat mich überrascht, denn an uns wurde mehrmals der Wunsch herangetragen, dies beizubehalten", so Grigoriadis. Das habe er auch vor, "wenn das künftig aber auch im Cineplexx stattfindet, wird man schauen müssen, ob sich beides ausgeht". Tarantino zur Premiere
Schubertkino-Chef:
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KINO-FÖRDERUNG
Wie SP-Kulturstadtrat Wolfgang Riedler betont, wird seitens der Stadt vor allem das Programmkino gefördert. Welches Kino letztlich wie viel Geld erhält, wird anhand eines Punktesystems ermittelt: Kurz- und Experimentalfilme bzw. Eigenimporte und Filme ohne Verleih etwa werden am höchsten bewertet.
Im heurigen Jahr werden die Grazer Kinos laut Kulturressort der Stadt wie folgt gefördert: Das Rechbauerkino erhält 38.200 Euro (im Vorjahr waren es 32.500), das Augartenkino 30.100 Euro (2008: 28.800), das Schubertkino 18.700 Euro (2008: 21.400), das Geidorfkino 18.200 Euro (2008: 18.600) und das Royalkino wurde noch mit 1800 Euro (2008: 5700) subventioniert.

















