Studentin überfahren: Todeslenker gefasst
Nach dem Tod einer jungen Kärntnerin in Graz konnte jetzt der flüchtige Unfalllenker ausgeforscht werden: Eine Ampel-Überwachungskamera überführte ihn. Wochenlang war der Autolenker spurlos verschwunden.

Foto © APA/Symbolbild
Wochenlang war jener Autolenker, der Mitte Juni die Moosburger Studentin Sabrina P. (25) in der Grazer Innenstadt mit seinem Auto erfasst und getötet hatte, spurlos verschwunden. Mittlerweile konnte er von Grazer Kriminalisten (unter Chefermittler Michael Hartl) ausgeforscht werden. Ein Rotlicht-Blitzer, eine Form der Verkehrsüberwachung, wurde ihm schließlich zum Verhängnis.
Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bestätigte Ermittlungen gegen einen Verdächtigen wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Die Erhebungen sind bereits ziemlich fortgeschritten. Bacher: "Der Abschlussbericht der Polizei liegt vor, ebenso alle Gutachten. Jetzt entscheidet die zuständige Staatsanwältin, was weiter passiert. Anklage, Einstellung oder ob noch weitere Gutachten benötigt werden."
Unfallhergang
Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse darüber, wie der Unfall passiert sein dürfte: Sabrina P. fuhr laut Zeugen kurz vor Mitternacht wegen des starken Regens mit ihrem Fahrrad über die ampelgeregelte Kreuzung Joanneumring/Schmiedgasse. Der Autofahrer dürfte sie geschnitten haben. Es soll in der Folge zur Kollision des Wagens mit der Studentin gekommen sein. Soll, denn am später sichergestellten Fahrzeug des Verdächtigen waren keine offensichtlichen Beschädigungen mehr sichtbar. Auch das City-Bike der Studentin wies keine Spuren einer Kollision auf. Der Unfalllenker ließ Sabrina P. schwer verletzt auf der Straße liegend zurück und fuhr dann bei Rot über eine Kreuzung. Dabei wurde er fotografiert. Wenig später erlag die junge Frau ihren schweren Verletzungen.
Die Moosburgerin studierte in Graz am Institut für Pflanzenwissenschaften. Weil sie für ihre Diplomprüfung lernen wollte, verließ die Studentin vorzeitig eine Party und stieg auf ihr Fahrrad. Auf dem Weg nach Hause passierte das Unfassbare. "Sie war so ein herzlicher Mensch, hatte nie einen bösen Gedanken", sagte eine Studienkollegin.
















