TU-Studenten planen und bauen für Afrika
Architekten und Bauingenieure aus Graz setzen Schulprojekt in Township bei Johannesburg fort.

Foto © APAArchitektur-Studenten in Afrika
Ausbildung mit Praxis kombiniert - das wäre ja nichts Neues an den Universitäten. Aber wenn auch ein Abenteuer inkludiert ist, dann vervielfacht sich die Wirkung eines Studiums.
Wohngebäude für Lehrer
Das ist die Hauptmotivation von 20 Grazer und Wiener Architekturstudenten, die sich bei einem Entwicklungshilfeprojekt in Johannesburg in Südafrika engagieren, erklärt Sprecher Thomas Kain. Sie planen Gebäude und errichten sie dann auch. Konkret geht es um ein Schulprojekt, wobei heuer am "Lehrplan" ein Wohngebäude für Lehrer steht. Initiiert wurde das Projekt vom gemeinnützigen Grazer Verein "Mojo", dahinter steht auch der Verein "s2earch", der unter Federführung von Christoph Chorherr kommunale Entwicklungshilfeprojekte mit Studenten aus europäischen Universitäten plant. "Es ist toll, dass wir das planen konnten und es jetzt selber auch bauen dürfen. Da kann man Erfahrungen sammeln, die man im Studium sonst nicht gewinnt", freut sich die Grazer Architekturstudentin Marie Öttl auf die zwei Monate in Südafrika.
Bereits die Schule, die auf dem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück steht, wurde so realisiert. Ein Skillcenter daneben wurde von der Fachhochschule Kuchl und der Technischen Hochschule Aachen errichtet.
Die Schule liegt neben einer der größten Townships von Johannesburg mit mehreren hunderttausend Menschen. Bildung ist für die Jugendlichen der einzige Weg, aus diesen Slum ähnlichen Townships zu entkommen.
Viel Vorbereitung haben die Studenten investiert, um Sponsoren zu finden und Spenden zu sammeln. Für jede Unterstützung ist man dankbar, denn das Projekt geht noch mehrere Jahre weiter.
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