Steirische Schüler: Ab in die Ferien
Jeder fünfte steirische Schüler konnte das Jahr mit Auszeichnung abschließen. Eine Bilanz, die auch dem österreichischen Vergleich standhält.

Foto © APA/SujetDoch nicht allen Schülern ist momentan zum Jubeln zu Mute: Jeder zehnte Schüler hat ein Nichtgenügend im Zeugnis
Auch wenn das Zeugnis erst am Freitag ausgehändigt wird, ihre Noten kennen die steirischen Schüler schon seit gut einer Woche. "Und die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen", so Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz zur heurigen Schulerfolgsstatistik.
Landesschulrats-präsident Erlitz
Schüler. Rund 40 Prozent der heimischen Oberstufenschüler (allgemein höher bildende und berufsbildende höhere Schulen) konnten das Schuljahr 2008/09 mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg abschließen. Das bedeutet, ihr Notendurchschnitt lag unter Zwei beziehungsweise unter 1,5. Zum Vergleich: Im Burgenland schafften es "nur" 29 Prozent der Schüler, das Jahr gut oder ausgezeichnet zu beenden. Und auch in Niederösterreich liegt der Anteil jener Schüler mit 36 Prozent doch klar unter dem steirischen Ergebnis.
Auszeichnung. Auch in Bezug auf die Maturanten brauchen sich die Steirer nicht zu verstecken. Fast jeder vierte jener 5700 Steirer, die heuer zur Reifeprüfung angetreten sind, konnte diese mit Auszeichnung abschließen. Und immerhin 1071 beendeten ihre Oberstufen-Schulkarriere mit gutem Erfolg. Damit liegen die Steirer mit den Kärtnern gleich auf und sind deutlich erfolgreicher als die Wiener Maturanten, bei denen sich Auszeichnung und gute Erfolge gesamt mit 17 Prozent niederschlagen. Doch nicht allen Schülern ist momentan zum Jubeln zu Mute. "Jeder zehnte Jugendliche ist aufgrund eines oder mehrerer Nichtgenügend im Zeugnis noch nicht zum Aufstieg in die nächste Klasse berechtigt", weiß Erlitz. Auch wenn es nur ein kleiner Trost ist: In Niederösterreich konnten zwölf Prozent der Schüler das Jahr nicht positiv abschließen; in Wien sind es sogar 13 Prozent.
Fünfer ist keine Katastrophe. Ein Fünfer im Zeugnis sei aber kein Grund zum Verzweifeln, apelliert Schulpsychologe Josef Zollneritsch vor allem an Eltern, die Noten nicht überzubewerten. "Schließlich sagt eine Note nichts über die Person und die Persönlichkeit des Kindes aus." Außerdem hätte ein Großteil der Schüler im Herbst die Möglichkeit mit einer positiven Prüfung doch noch in die nächste Klasse aufzusteigen, so Erlitz. "Und die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass zwei Drittel der Schüler das auch schaffen."



















