Neues Gesicht für den Bahnhofsplatz
Die Finanzierung hängt mangels Bundesbeteiligung - wie berichtet - völlig in der Luft. Aber: Das Gesicht des Nahverkehrsknotens ist noch einmal völlig überarbeitet. Hier erste Einblicke.

Foto © Zechner&Zechner
Noch sind die Weichen für die Finanzierung nicht gestellt. 75 Millionen Euro kostet der Straßenbahntunnel unter dem Gürtel samt Schleife beim Hauptbahnhof vorbei und dem Wendegleis für die Linien 3 und 6 hinter dem Bahnhof. Weitere 15 Millionen Euro zahlt der Bund für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Eggenberger Straße, er weigert sich aber, das Tram-Projekt mitzufinanzieren. Das sei nicht Sache des Bundes.
Vorplatzgestaltung. Während die Köpfe in Stadt und Land rauchen, wie die Finanzierung aufzubringen ist, geht die Planung in die Endphase. Und hier hat - nach Kritik an der Vorplatzgestaltung - ein Gestaltungsbeirat noch einmal ganze Arbeit geleistet. Das neue Gesicht für den Bahnhofsvorplatz (siehe Bilder) wird in Graz wohl für Diskussionen sorgen. Ein rundes Flugdach vor der Bahnhofsuhr ist das prägende Element im Entwurf der Architekten von "Zechner & Zechner". Das Flugdach, das zunächst den Europaplatz von der Annenstraße weg bis zur Bahnhofshalle diagonal "durchschnitten" hätte, ist deutlich zurückgenommen worden.
In Sachen Optik und Technik wäre die Stadt startklar, um das Projekt freizugeben. Es hängt viel daran. Die Ansiedlung des Shopping-Riesen ECE ist nur mit neuer Verkehrslösung denkbar. Auch der S-Bahn-Vollausbau braucht dichtere Tram-Frequenzen, um Passagiere vom Bahnhof wegzuschaffen. Dafür wäre der Auto- und Straßenbahnverkehr an der Gürtelkreuzung zu entflechten.
VP-Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder verhehlt nicht, dass sie mit keinem weiteren Cent des Bundes für den Tunnel rechnet. Denn auch Linz habe den Bahnhof mit Bundesgeldern umgebaut, für die dortige Tram-Lösung aber ebenso keine Mittel bekommen. Das Land würde 32,15 Millionen übernehmen, der Stadtanteil läge dann bei fast 42,5 Millionen. Ein schwerer Brocken, hat doch die Vizebürgermeisterin Lisa Rücker für Projekte ihrer Ressorts bis 2015 insgesamt "nur" 80 Millionen reserviert.
















