Der nasse Juni lässt die Bäder absaufen
Der Juni ist für die heimischen Bäder im wörtlichen Sinn ins Wasser gefallen. 50.000 Badegäste fehlen in der Juni-Bilanz. Badbetreiber hoffen jetzt auf den Juli.

Foto © APANur wenige wagen bei diesem unbeständigen Wetter den Sprung ins kühle Nass
Wenn der Juli nicht doch noch den großen Wetterumschwung in Richtung Sonne und wolkenloser Himmel bringt, dann ist der Sommer für die städtischen Bäder gelaufen, meint Michael Krainer, Geschäftsführer der Grazer Freizeitbetriebe. Man blickt mit einer gewissen Sehnsucht zurück auf den Sommer 2008, der wenigstens im fünfjährigen Mittel lag.
Erschütternde Bilanz. Die heurige Juni-Bilanz dagegen sei schlicht erschütternd. "Ganze sechs Vollauslastungstage für diesen Monat fehlen uns. Das sind 50.000 Besucher, die wegen des Regenwetters nicht ins Bad gegangen sind", so Krainer. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem Juli: Denn als statistisch stärkster Bade-Monat trägt er mit 37 Prozent zum Gesamtjahresergebnis bei den Bädern bei. Von den 27 Prozent, die der Juni normalerweise zum Ergebnis beiträgt, sei man meilenweit entfernt. Und im August sind die Leute auf Urlaub, woanders. "Ab Mitte August ist die Saison sowieso mehr oder weniger vorbei", weiß Krainer.
Gäste bleiben aus. Wie sehr das beständige Nass vom Grazer Himmel den städtischen Bädern zusetzt, zeigt auch das "Verschwinden" der Gäste des Eggenberger Bades. Nur ein Drittel der Eggenberger Gäste sind diesen Sommer in die anderen städtischen Bäder ausgewichen. Zwei Drittel sind wegen des anhaltenden Regens gleich in gar kein Bad mehr gegangen. "Enttäuschung macht sich breit. Aber dem Wetter kann man nichts entgegensetzen", so Krainer. Da würden auch Angebote wie die 3-Tage-Tickets nicht greifen.
Anders vorgestellt. Für das Wetter eher trocken kommentiert man am Schwarzl See den Sommer: "Berühmt war das noch nicht." Anders vorgestellt hat man sich auch im Ragnitzbad den heurigen achtzigsten Geburtstag: "Gestern drei Leute, die ganze letzte Woche zehn. Da kann man nur noch hoffen", sagt Inhaber Andy Steiner. Ob der Juli die Rettung des Sommers bringt, Wetten mag darauf niemand.













