Sorge in Graz nach Gas-Unfall in Italien
ÖBB-Projekt beim Ostbahnhof wird abgelehnt.
Nach dem schrecklichen Zugunglück - mit Flüssiggas beladene Waggons entgleisten, es kam zu einer riesigen Explosion - in einem Wohngebiet in der italienischen Stadt Viareggio mit mindestens 16 Toten (siehe Seite 11) gibt es besorgte Reaktionen in Graz. Denn derzeit läuft gerade das Bewilligungsverfahren für eine Gasumladestation der ÖBB beim Grazer Ostbahnhof. Seit Beginn der Bewilligungsverfahren gibt es scharfe Proteste der Bezirks- und Stadtpolitiker gegen dieses Projekt mitten in einem Wohngebiet in Jakomini. Bisher ist man mit den Protesten und mit höflichen Ersuchen allerdings abgeblitzt. Ein Brief von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) an die Infrastrukturministerin blieb bisher unbeantwortet. SP-Gemeinderat Klaus Eichberger fordert nun angesichts der Katastrophe in Italien die ÖBB auf, den Antrag auf Bewilligung zurückzuziehen. Und SP-Klubobmann Karl-Heinz Herper schlägt vor, dass eine Delegation, quer durch alle Fraktionen, nach Wien reisen und das Gespräch mit der Ministerin suchen soll.

















