BZÖ angelt sich FP-Abtrünnigen
Mariacher nun bei Grosz / ÖAAB-Chef Pogner attackiert rechte Recken.

Foto © APAGrozs erfreut sich über den Neuzugang in seiner Partei
Lange war er ja nicht politisch heimatlos - nun schlüpfte er in die schon bekannte Rolle blau-oranger Mandatare. Austritt bei der einen Partei, Eintritt in die andere. Und so ist der bei der FPÖ ausgetretene Grazer Gemeinderat Gerhard Mariacher flugs beim BZÖ des Gerald Grosz untergeschlüpft, das mit ihm und Georg Schröck damit eine dreiköpfige "Stimmgemeinschaft" im Stadtparlament bildet.
Schon der Zweite Politiker. Einen Klub im rechtlichen Sinn mit entsprechender Infrastruktur können die drei wie berichtet nicht bilden, da sie dafür laut Statut der Stadt von einer gemeinsamen Wahlliste stammen müssten. Grosz strahlte am Montag dennoch, war es doch - nach dem von der FPÖ ausgeschlossenen Puntigamer Bezirksvorsteher-Stellvertreter Karl Kapper - schon der zweite blaue Politiker, der nun Orange sieht. Mariacher wird weiter Themen aus den Bereichen Soziales, Wirtschaft, Gesundheit und Mobilität forcieren. Grosz überlegt auch, die Funktion des "Fraktionssprechers" an Mariacher abzugeben, was aber erst in den Gremien des Bündnisses besprochen werden soll.
Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Mit dem dritten Lager setzt sich indes der Grazer ÖAAB-Chef Harry Pogner in der Zeitung des Arbeitnehmerbundes auseinander. Der VP-Gemeinderat kritisiert den blauen EU-Wahlkampf samt dem Comic über die Drogen- und Rattenstadt Graz und schlägt der FP mit den "Freiheitlichen Recken" ein neues Logo vor. Pogner müht sich, sein Profil zu schärfen und schließt seinen Artikel mit dem biblischen Zitat: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten!" Dass er seinen Kurs gegen Rechts zeitgleich mit der Forderung seines Parteichefs Siegfried Nagl nach einem Verbot behinderter Bettler einschlägt, ist Künstlerpech.















