Nationalbank-Filiale aus Graz dirigiert
Die Österreichische Nationalbank hat die Bedeutung ihrer Kärntner Filiale verringert.
Der jüngste Reformschritt der Österreichischen Nationalbank (OeNB) soll zwar "keinerlei Außenwirkung" haben, wie Direktor Stefan Augustin beteuert. Dennoch ist er symptomatisch für die Gewichtung der Schwerpunkte, wenn es ums Sparen geht.
Keine Nachbesetzung.
Bereits 2003/2004 hat die OeNB die "gleichrangigen" Filialen Kärnten und Steiermark in der "Zweiganstalt Süd" zusammengefasst. Jetzt folgt ein entscheidender weiterer Schritt: Mit Ende März ging der Kärntner OeNB-Direktor Günther Willegger (56) in den Ruhestand. Sein Posten wird nicht nachbesetzt; Klagenfurt und Kärnten werden von Graz aus mitgeleitet.
"Gute Geldscheine".
In Kärnten arbeiten knapp 30 Leute für die OeNB und ihre 100-Prozent-Tochter Geldservice Austria (GSA). Deren Aufgaben, der Bargeldverkehr in Kärnten und die Versorgung mit Geld, bleiben unverändert. Augustin: "Der Barzahlungsverkehr wird weiterhin überwacht; für Bevölkerung und Wirtschaft werden auch weiterhin gute Banknoten und Geldscheine zur Verfügung stehen - wie etwa in allen Bankomaten." Bei der GSA bleibt der Personalstand unverändert. "Im Bankbereich aber wollen wir aus Spargründen Personal abbauen, vermutlich vier Mitarbeiter in der Region." Ansonsten wolle die OeNB nach wie vor in Kärnten präsent bleiben.
Finanzkrise.
Im Vorjahr schüttete die Nationalbank zwar 47 Millionen Euro an die Eigentümer aus. "Im Zug der Finanzkrise haben wir neue Aufgaben übernommen und einige neue Mitarbeiter aufgenommen."
















