Kammer fordert neues Gesetz für Kürbiskernöl
Die Verwirrung um die Herkunft der Kerne sorgt bei Bauern und Müllern für Ärger.

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Synthetischer Käse, in Österreich verbotene BatterieEier aus dem Ausland und jetzt der Ärger um die chinesischen Kürbiskerne im vermeintlich steirischen Kernöl - unter den Methoden mancher Lebensmittelhersteller leidet vor allem die heimische Landwirtschaft. Speziell die Kürbiskernöl-Branche setzt sich nun zur Wehr.
Kernöl. Laut einer Studie der Arbeiterkammer besteht kaum ein Kernöl tatsächlich aus echt steirischen Kürbiskernen. Fazit: Nur die Herkunftbezeichnung "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A." garantiert das heimische Produkt. Der Branche platzt deshalb der Kragen. "Man muss das Herkunftsland der Kerne auf der Flasche auf einen Blick erkennen. Wir fordern deshalb eine Gesetzesänderung", polterte am Freitag etwa Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski, "denn dieser Täuschung muss ein Riegel vorgeschoben werden. Auf der Flasche muss draufstehen, was drinnen ist. Konsumenten haben ein Recht auf eindeutige Kennzeichnung."
Achtsamkeit. Bernhard Glawogger und Franz Labugger, Geschäftsführer und Obmann der Gemeinschaft "Steirisches Kürbiskernöl ggA", fordern aber auch von den Kunden Achtsamkeit ein: "Es ist Blödsinn, wenn man glaubt, Kernöl kommt immer aus der Steiermark. Auch auf den Backwaren, dem berühmten Kürbiskernweckerl, sind nur in den seltensten Fällen die typischen grünen steirischen Kerne zu finden."

















