Eine Brücke für Erzherzog Johann
Der Erzherzog prägt Graz, den Hauptplatz sein Denkmal. Nun will Bürgermeister Nagl auch die Hauptbrücke nach ihm benennen.

Foto © Stadt Graz/FischerAus der Grazer Hauptbrücke soll die Erzherzog Johann Brücke werden
Der Erzherzog wird zwar im August vom Podest gehoben, weil die Restaurierung des Denkmals auf dem Hauptplatz startet, dennoch steht fest: Graz erweist dem steirischen Prinzen im Gedenkjahr zum 150. Todestag die Ehre. Und deshalb wird der Name des Habsburgers neben dem Landesmuseum Joanneum, einer Straße und einer Allee bald auch noch ein weiteres Straßenschild zieren.
Bürgermeister Siegfried Nagl greift einen Gedanken von FPÖ-Mandatar Harald Korschelt auf und will, dass der Erzherzog auf dem Stadtplan noch kräftigere Spuren hinterlässt: "Zuerst dachten wir an den Hauptplatz, aber der sollte wohl weiter so heißen. Aber die Hauptbrücke würde sich als Erzherzog-Johann-Brücke gut machen." Trägt diese doch fast als einzige in Graz keinen klingenden Namen.
"Am Johann". Die vorübergehende Umbenennung des Hauptplatzes in "Am Johann" im Kulturhauptstadtjahr 2003 durch Clemens Krauss sorgte ja für Diskussionen, im Fall der Hauptbrücke ist das aber nicht zu erwarten. Nagl rechnet mit der Unterstützung der FP und auch die Grünen haben ihn - trotz Frauenquotenwunsch bei Straßennamen - nicht sofort abblitzen lassen.
Aufsteirern. Dem Grazer Stadtchef schwebt auch schon die stimmungsvolle Zeremonie für die Umbenennung vor. An einem Tag, an dem Trachten in Graz fröhlich Einzug halten, sollen Musiker auf der - zuletzt 1918 von Franz-Karl-Kettenbrücke umbenannten, 1964 neu errichteten - Hauptbrücke den Erzherzog-Johann-Jodler trällern: Nämlich beim Aufsteirern der Kleinen Zeitung heuer im Herbst.











