Für die Würde der Kinder
Seit 20 Jahren kämpft Ilse Schmid an der Spitze der steirischen Elternvereine für die Schüler und ihre Würde - und für einen guten Unterricht.
Bei meinem jüngsten Sohn bin ich 1988 vor der Situation gestanden, dass eine Klassenzusammenlegung gedroht hat", erzählt Ilse Schmid, seit 20 Jahren Präsidentin des Steirischen Landesverbandes der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, wie alles angefangen hat. "Da hat sich schnell herausgestellt, dass man als kleiner Elternverein auf verlorenem Posten steht."
Ehrenamtliche Vorsitzende. Also hat sich die dreifache Mutter aus Graz mit anderen Initiativen zusammengetan, um für die Senkung der Klassenschülerzahlen zu kämpfen. "Und ich hab' gar nicht so schnell schauen können, war ich Zustellungsbevollmächtigte des Volksbegehrens." Danach hat Schmid im Landesverband der Elternvereine mitgearbeitet. Und wurde nach einem Jahr ehrenamtliche Vorsitzende. Nach 20 Jahren zieht sie Bilanz: "Heute schaut man bei der Schulaufsicht viel genauer hin, wie es den Kindern geht." Am Anfang hat sie auf höherer Ebene Vorschläge und Kritik abgegeben. "Schnell hat sich aber gezeigt, dass es noch eine wichtige Schiene der Betreuung gibt - die Einzelfälle." Die Folge: 1500 Telefonate pro Jahr, 15.000 gefahrene Kilometer und ihre Hotline.
Würde der Kinder. "Mir ist es von Anfang an auch um die Würde der Kinder gegangen und die Pflicht der Eltern, diese anzuerkennen und auch zu verteidigen", betont Schmid, die mit Hannelore Kapl S.E.T. gegründet hat, ein Systemisches Encouragement Training, um Schulklassen, Eltern und Pädagogen bei Problemen Wege der Lösung zu zeigen. "Mein Hobby sind die Kinder. Wenn es einen Erfolg gibt, ist das mein Ausgleich", lächelt sie. Wie bei ihren kleinen Nachbarn aus dem Gemeindebau, die sie beim Lernen unterstützt, wenn ihnen aus der Familie niemand helfen kann.
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Elternvereine
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