Estag-Turm braucht noch fünf Millionen
Zentralgebäude der Energie Steiermark kostet 31 statt 26 Millionen Euro. Streit um Verwendung von Alternativenergie.

Foto © KLZ DIGITAL/ScheriauDie Umbauarbeiten laufen
Der Umbau der Energie-Steiermark-Konzernzentrale am Grazer Leonhardgürtel wird teurer als gedacht: Dieser Tage müssen die Gremien über einen "Antrag zur Budgetnachbedeckung" entscheiden. Demnach soll der Bau nicht 26,2 Millionen, sondern mehr als 31 Millionen Euro kosten.
Kostenüberschreitung. Begründet wird die Kostenüberschreitung mit Behördenauflagen, Kunst am Bau, diversen Sonderwünschen und technischen Schwierigkeiten beim Aushub der Tiefgarage. Außerdem sei, wie Vorstandschef Karl-Franz Maier betont, der Baukostenindex stärker gestiegen als erwartet.
"Richtige" Strategie. Allerdings verbirgt sich hinter den Mehrkosten auch ein Gezerre um die "richtige" Strategie für das neue Haus. Die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2006 war ein reiner Spar-Entwurf. Er sah keinerlei Impuls für alternative Energiegewinnung vor - "weil es sich genau genommen nicht rechnet", wie Maier sagt.
"Präsent für Besucher". Für die zehnstöckige Zentrale einer Energiefirma ist dies aber nicht gerade ruhmreich. Deshalb wird jetzt versucht, eher symbolisch nachzubessern. Eine Wärmepumpe und eine Fotovoltaik-Anlage sollen dazukommen. Eine der dafür vorgesehenen Flächen ist das Vordach des östlichen Haupteingangs - "energetisch schlecht, jedoch sehr präsent für Besucher", wie es im Budget-Antrag heißt. Die Wärmepumpe mit Erdwärme-Tiefbohrung soll nur das Erdgeschoß und den zehnten Stock heizen.
Behördenauflage. Eine teure Behördenauflage ist das Stiegenhaus, das ständig unter Überdruck stehen muss, um im Brandfall rauchfrei zu bleiben. Dies wurde in der Steiermark erstmalig vorgeschrieben. Maier will nur 800.000 Euro bei der Fassade als echte Mehrkosten rechnen - dafür habe die Dämmung nun "Passivhaus-Charakter".













