Ein Schuh flog übers Footballfeld
American Football hautnah - und Robert Seeger jubelte mit den Giants.

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Rumstata! Mit dem Gassenhauer "Unter dem Sternenbanner" heizt die Kapelle St. Veit-Andritz-Stattegg die Stimmung unter den weit über 2000 eingefleischten Giants-Fans mit Pauken und Trompeten ein. Nach dem Schlussakkord übernimmt Reporter-Legende Robert Seeger das Kommando - er gibt im Eggenberger Askö-Stadion den Platzsprecher und nährt die Zuseher in Profi-Manier mit allerlei Wissenswertem.
Nationalhymnen. 16 Uhr. Die Cheerleaders beziehen ihre Positionen, bilden ein Spalier. Die beiden Teams stürmen aufs Feld. Mit Geschrei. Zuerst die Elancourt Templiers (aus einem Pariser Vorort), dann die Grazer Giganten. Die Zuschauer erheben sich - die Nationalhymnen ertönen durch den Lautsprecher. Jetzt kann's losgehen. Nein, doch noch nicht. Zuerst darf Apfelprinzessin "Marion I" den Ehren-Kick-off treten. Er missglückt. Zwar trifft sie das "Laberl", doch fliegt ihr Schuh bei weitem weiter.
Cheerleader. Das Spiel ist im Gange. Während sich die Kraftprotze im Viertelfinal-Duell der Eurobowl auf dem Feld um das "Ei" raufen, schmeißen sich die Cheerleaders auf der Laufbahn vor der Tribüne ins Zeug. Es wird gehopst, gehüpft, eine Menschen-Pyramide gebaut und mit den "Pom Poms" (das sind die Stanitzel-Buschen, die jede Cheerleaderin in Händen hält) wild gewachtelt. Dazu der Schlachtruf "Let's go, Giants, let's go!" Nach wenigen Minuten ist aber Schluss - heftiger Regen setzt ein, die Cheerleaders flüchten ins Trockene.
Saisonhöhepunkt. Nicht wegen dem Regen, sondern weil es durch die Nässe zu rutschig und somit zu gefährlich für uns ist", erklärt es Teamleaderin Korina Hofbauer. 85 Mitglieder zählen die Grazer Cheerleaders bereits, die Jüngste ist sechs, die Älteste 28. Und wie ihre angefeuerten Giganten sind auch sie erfolgreich: Zwei Staatsmeistertitel holten sie heuer, der Saisonhöhepunkt ist die EM im Juli in Schweden. Drei Mal die Woche wird trainiert - "das muss sein, damit alle spektakulären Figuren perfekt sitzen." Verletzungen? Gab's auch schon. Nasen-, Handbrüche und Bänderrisse.
Semi. Zurück zum Spiel - da wird mit den Helden und Seeger gejubelt. Die Giants marschierten mit einem 20:6 (0:0) ins Halbfinale.
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