Kripo sprengt Grazer Kokain-Ring
Drogenfahnder landen Riesen-Coup. Kampfsport-Ass zog Handel mit hochprozentigem Kokain mit einem Straßenwert von drei Millionen Euro auf: Zwölf Verhaftungen.

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Es geht um Kokain, viel Kokain. Mehr als 30 Kilo des weißen Pulvers mit einem Straßenverkaufswert von mindestens drei Millionen Euro sollen in den letzten fünf Jahren von einer Tätergruppe in Graz gehandelt worden sein. Das Kriminalreferat (Fachbereich 3) der Polizei Graz ist den Dealern seit einem halben Jahr auf der Spur, zwölf Verdächtige wurden verhaftet. Dennoch läuft die Operation nach wie vor unter strengster Geheimhaltung. Kripo und Staatsanwaltschaft hielten sich bis zuletzt bedeckt.
Drahtzieher. Das Ungewöhnliche an dem Fall: Drahtzieher und Subdealer sind allesamt Österreicher und der Stoff wies einen enorm hohen Reinheitsgrad von 79 Prozent auf. Das Kokain kann für den Straßenverkauf noch drei Mal gestreckt werden, die Erlöse könnten so gar bei neun Millionen Euro liegen, ergaben Recherchen der Kleinen Zeitung.
Suchtgiftfahnder. Damit konfrontiert bestätigt ein Grazer Suchtgiftfahnder den Coup der Ermittler: "Es gab den Hinweis, dass jemand in Graz über hochprozentiges Kokain verfügt." Der Rest war kriminalistische Routine: Befragungen, Observationen, Hintergrundermittlungen. Die Fäden liefen bei einem 44-jährigen Grazer zusammen, der in der Kampfsportszene erfolgreich war. Er soll als Haupttäter weitere Subdealer beliefert haben. Woher das Suchtgift kam, ist noch Gegenstand der Ermittlungen, man vermutet sogar Direkt-Importe aus einem der Herstellerländer in Südamerika. Verkauft wurde der reine Stoff vor allem im Rotlichtmilieu um 130 bis 200 Euro pro Gramm.
Verhaftungen. Seit Ende Dezember gab es insgesamt zwölf Verhaftungen. Die meisten der Verdächtigen - darunter der mutmaßliche Haupttäter - warten noch in U-Haft auf ihren Prozess. Drei haben ihn bereits hinter sich. Es setzte Urteile zu drei bzw. fünf Jahren Haft. Bis jetzt konnte erst der Handel von sieben Kilo Kokain nachgewiesen und rund 30.000 Euro an Drogengeld sichergestellt werden. Doch die Ermittlungen laufen noch weiter - "und es wird auch noch Verhaftungen geben", ist der Fahnder überzeugt.














