Teleakupunktur: Patient in China, Kontrolle in Graz
Steirische Experten führen Akupunkturforschung per Internet durch. Internationale TCM-Tagung ab 14. Mai in Graz.

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Der Patient sitzt in China - die Kontrolle zur Wirksamkeit seiner Akupunktursitzung wird von Experten in Graz durchgeführt: "Transkontinentale Teleakupunktur" nennt Gerhard Litscher vom TCM-Forschungszentrum Graz den Weg, durch den neue Forschungsergebnisse zur Akupunktur zu erwarten sind. Diese und weitere Neuerungen im wissenschaftlichen Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin werden auf einer Grazer Tagung ab kommendem Donnerstag vorgestellt.
Forschung. "Akupunktiert wird in Peking, analysiert wird in Graz", so bringt Gerhard Litscher, Leiter der Forschungseinheit für biomedizinische Technik in Anästhesie und Intensivmedizin und der Akupunkturforschung am Grazer TCM-Forschungszentrum die Innovation auf den Punkt. Der Grazer Biomediziner und seine Gruppe gelten als Spezialisten, um die Effekte der Laser-Akupunktur auf den menschlichen Körper sichtbar zu machen: Mit eigens entwickelten Methoden, die Licht-, Ultraschall-und hochsensitive bioelektrische Messverfahren beinhalten, können sie spezifische Auswirkungen der Akupunktur im Gehirn und am Herzen nachweisen.
Internet. Was bisher an Probanden an Ort und Stelle erprobt wurde, wird jetzt auch über tausende Kilometer hinweg forschungsmäßig praktiziert: Via Internet werden 24-Stunden-EKG an Patienten in China registriert und direkt nach der Akupunkturbehandlung an einen Analysecomputer an die Medizinische Universität Graz übermittelt. Die Akupunkteure in China werden über das Ergebnis anhand eines Auswerteprotokolls sofort informiert.
Symposium. Anlässlich des Grazer Symposiums "Modernization of Traditional Chinese Medicine" werden auch erste wissenschaftliche Resultate zu einer neuen Akupunkturmethode, der "Blauen Laser Nadel Akupunktur", vorgestellt. "Mit den blau-violetten Wellenlängen kann man in einem Bereich von 405 Nanometern und einem speziell fokussierten Strahl am Akupunkturpunkt trotz geringer Eindringtiefe deutliche Effekte, wie etwa Steigerungen der Durchblutung in kleinsten Gefäßen, erzielen", berichtete Litscher.
Experten. Das Symposium, zu dem rund 100 Experten aus China, Korea den USA und weiteren Ländern erwartet werden, befasst sich auch mit Strategien zur Modernisierung und Forschung auf dem Sektor der chinesischen Arzneipflanzen. Das Team um Rudolf Bauer, Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Graz, hat neue chemische und molekularbiologische Methoden zur Qualitätsprüfung entwickelt, um chinesische Arzneipflanzen zweifelsfrei zu identifizieren und dadurch gefährliche Verwechslungen zu vermeiden.
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Symposium "Modernization of Traditional Chinese Medicine", 14. bis 16. Mai, Aula der Universität Graz und Hotel Paradies, Straßganger Straße 380b.

















