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    Zuletzt aktualisiert: 11.05.2009 um 05:13 UhrKommentare

    Neues "Opfer" der Abtreibungsgegner

    Grazer Frauenarzt beschwert sich über Abtreibungsgegner vom "Lebenszentrum", die vor seiner Ordination demonstrieren. SPÖ-Frauenstadträtin fordert Einführung einer Schutzzone.

    Sie marschieren wieder. Jeden ersten Samstag im Monat setzt sich eine kleine Gruppe vor der Dreifaltigkeitskirche Richtung Süden in Bewegung. Laut betend und singend ziehen sie durch das Grazer Zentrum. Ihr Ziel: Die Ordination von Johannes Hanfstingl, Frauenarzt in der Wielandgasse. Ihre Mission: das Anprangern von Abtreibung als Mord an Ungeborenen.

    Mission. Schon einmal gab es in Graz einen riesigen Wirbel: Bis Ende 2008 demonstrierte nämlich die selbe Gruppe in der Hans-Sachs-Gasse, um vor einer Abtreibungsklinik ihrer Mission nachzugehen. Der Konflikt wurde auch politisch ausgetragen. SPÖ und VP zerkrachten sich regelmäßig. Der Arzt dort hat mit Ende des Vorjahres aufgehört, ein Nachfolger hat sich nicht gefunden.

    Wohnung über Ordination gekauft. Nun haben sich die Abtreibungsgegner ein neues Ziel gesucht - und in Johannes Hanfstingl gefunden. Das Vorgehen ist das selbe: Der Verein "Lebenszentrum" hat die Wohnung über der Ordination gekauft, zu den Ordinationszeiten selbst stehen zwei Mitarbeiterinnen des Vereins vor Hanfstingls Haustür, einen Rosenkranz in der einen, ein Plastikembryo in der anderen Hand. Sie sprechen Frauen an und verteilen Infobroschüren.

    "Patienten belästigt". Hanfstingl ist verärgert: "Ich weiß eigentlich nicht, wie ich dazu komme. Ich führe hier überhaupt keine Abtreibungen durch, das ist eine ganz normale Ordination." Zahlreiche Patientinnen haben sich bei ihm schon über die Belästigung beschwert. Deshalb hat der Arzt, der selbst "nur extrem selten Abtreibungen am LKH" durchführt, ein Schreiben an seine Kunden aufgesetzt, in dem er sich für das Verhalten der Abtreibungsgegener entschuldigt: "Diese Personen [...] wollen Sie durch ihr provokantes Verhalten am Besuch meiner Praxis hindern und so der Allgemeinheit ihre militante Meinung über Abtreibung aufzwingen."

    Vorwurf der Belästigung. Beim Lebenszentrum selbst will niemand etwas sagen. Man verweist sofort an Dietmar Fischer, Chef des Human Life International Österreich. Dieser bezeichnet die Aktion als "unseren Dienst": "Wir bieten allen schwangeren Frauen in Not Hilfe an und wollen alle von Abtreibung bedrohten Kindern retten", sagt er. Den Vorwurf der Belästigung weist Fischer zurück: "Unsere freiwilligen Mitarbeiter sind sehr freundlich, stehen dort, beten und bieten liebevoll Hilfe an."

    Abtreibung. Wenn der Arzt will, dass das aufhört, brauche er "nur die Durchführung von Abtreibungen - egal wo - einstellen. Als Katholik ist ihm sowieso jede Beihilfe, Durchführung oder Überweisung zu einer Abtreibung nicht erlaubt."

    "Maße mir kein Urteil an". Frauenarzt Hanfstingl verweist auf die Gesetzeslage: "In Österreich ist der Abbruch bis zur zwölften Schwangerschaftswoche erlaubt. Darüber kann eine Patientin nach eigenem Gewissen bestimmen. Mir liegt es fern, Frauen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - so entscheiden, zu verurteilen."

    Schutzzonen. SPÖ-Frauenstadträtin Elke Edlinger ist jedenfalls empört über die Abtreibungsgegner: "Wie kommen Frauen dazu, massiv belästigt zu werden, nur weil sie einen Termin beim Frauenarzt haben? Und was sie dort machen, geht ohnehin niemanden etwas an." Deshalb fordert sie die Einführung von Schutzzonen auf Bundesebene. "Aus städtischer Sicht können wir gegen die Abtreibungsgegner nicht vorgehen. Da haben wir alles ausgelotet. Daher wollen wir Schutzzonen vor Kliniken und Ordinationen."

    GERALD WINTER

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