Die Nr. 1 vom Grazer Wald
Stadt sichert sich 94 Hektar Wald von der Diözese und ist damit der größte Waldbesitzer in Graz. Stadtrat Rüsch verhandelt mit Marko.

Foto © APADer Wald als Erholungsraum: Graz hat der Diözese 17 Hektar abgekauft, 77 Hektar wurden unbegrenzt gepachtet
Beim Plabutsch war die Politik zu langsam, mit der Diözese hat es aber geklappt: 94 Hektar Wald wandern von der Kirche zur Stadt. Das ist 124 mal der Kickplatz in der UPC Arena. 17 Hektar werden direkt um 280.000 Euro gekauft, 77 werden um 560 Euro pro Jahr und Hektar gepachtet - auf unbegrenzte Zeit mit einem Kündigungsverzicht für die nächsten 50 Jahre. Die Flächen sind in St. Peter, Mariatrost, Ries, Andritz und Straßgang.
"Stadtentwicklung". "Diese Einigung hat strategische Bedeutung für die Stadtentwicklung", betont Liegenschaftsreferent Gerhard Rüsch. Damit soll auch möglichen Umwidmungen in Bauland zuvorgekommen werden. Herbert Beiglböck, Wirtschaftsreferent der Diözese, ist überzeugt: "Das Geschäft ist für beide Seiten gut."
3100 Hektar Wald. Insgesamt gibt es in Graz 3100 Hektar Wald, das ist ein Viertel des Stadtgebietes. 539 Hektar sind in städtischer Hand - ein Fünftel aller Wälder. Damit ist die Stadt der größte Waldbesitzer und orientiert sich an Wien: Der Wiener Wald wurde langfristig als Naherholungsraum für die Bevölkerung gesichert.
Städtische Spitzenposition. Rüsch will die städtische Spitzenposition weiter ausbauen, vorrangigstes Ziel: der Plabutsch. "Dort wollen wir unsere bestehenden Flächen verbinden." Auch mit Helmut Marko, der der Stadt ein 240-Hektar-Filetstück am Plabutsch weggeschnappt hat, wird verhandelt. Rüsch: "Es geht darum, wie wir den Berg als Erholungsraum besser nutzen können. Da gibt es gute Gespräche."














