1.-Mai-Kundgebungen im Zeichen der Krise
SPÖ und KPÖ setzen auf traditionelle Aufmärsche, die ÖVP hält sich traditionell im Hintergrund und trifft sich in der Parteiakademie.

Foto © APWie jedes Jahr finden auch am diesjährigen 1. Mai die traditionellen Aufmärsche statt
"Kaum zuvor war der 1. Mai so wichtig wie heuer", sagt der steirische Landeshauptmann und SPÖ-Vorsitzende Franz Voves. Die sozialdemokratischen Genossen versammeln sich am Freitag um 9 Uhr beim Künstlerhaus im Stadtpark in Graz, gemeinsam marschiert man dann zum Hauptplatz, wo Voves um 10.45 Uhr sprechen wird. Er wird wieder eine Finanztransaktions- und andere vermögensbezogene Steuern verlangen, steht doch schon im Aufruf zum Maiaufmarsch: "Vor allem die Verteilungsdebatte ist in Zeiten wie diesen ein Gebot der Stunde."
Härtere Formulierungen. Die Genossen von der KPÖ formulieren es noch energischer. "Unser Leben ist mehr wert als eure Profite!", lautet die Losung ihrer Maidemonstration. Die Kommunisten treffen sich um 10.30 Uhr am Südtirolerplatz, dann ziehen sie zum Eisernen Tor, wo die Schlusskundgebung stattfindet.
Kundgebungen in Wien. Zur selben Zeit ist die Maikundgebung der Wiener SPÖ schon in vollem Gange. Ab 10 Uhr sprechen am Rathausplatz unter anderen ÖGB-Präsident Erich Foglar und Bürgermeister Michael Häupl. Sie werden sich wohl in Voves' Sinne äußern - eine Vorgabe für den letzten Redner, Bundeskanzler Werner Faymann, der dieses Thema gerne vom Tisch hätte.
Bürgerliche Parteien im Hintergrund. Bürgerliche Parteien halten sich am Tag der Arbeit traditionell eher im Hintergrund. Der neue BZÖ-Obmann, Josef Bucher, will seine Partei "von rechts kommend in der bürgerlichen Mitte" positionieren. Trotzdem hält er am Metnitztalerhof in seiner Kärntner Heimatgemeinde Friesach ab 11 Uhr eine Informationsveranstaltung mit seinem EU-Spitzenkandidaten Ewald Stadler ab.
Pröll und seine ÖVP. Die ÖVP-Minister treffen sich zu einer Sitzung in ihrer Parteiakademie in Wien. Obmann Josef Pröll wird danach eine Pressekonferenz geben. Das Thema: Was tun gegen die Krise?

















