Wanderer auf der Rax tot, die Schuhe sind weg
Im Rax-Gebiet wurde eine Leiche ohne Schuhe aufgefunden. Der Mann war über einen Felsen gestürzt. Die Hintergründe sind völlig unklar.
Alpinpolizei und Kriminalisten sind derzeit mit einem mysteriösen Fall beschäftigt. Sie versuchen festzustellen, wer der tote Mann ist, der Sonntag vor einer Woche im nordöstlichen Bereich der Rax auf der niederösterreichischen Seite gefunden wurde. Er hatte kein Geld und keine Ausweispapiere bei sich. Es könnte sich um einen Wiener (47) handeln. Aber das kann erst durch eine DNA-Untersuchung geklärt werden. Rätselhaft: Der Tote trug keine Schuhe.
Leiche. Die Leiche wurde am Morgen des 19. April 2009 von einem Niederösterreicher und einer Wienerin entdeckt. Ohne ihre Wahrnehmung zu melden, unternahmen sie danach eine stundenlange Klettertour. Erst am Abend erstatteten sie Anzeige. Vergangenen Montag wurde der Tote mit dem Hubschrauber geborgen. Pilot Karl Paller und Flugbeobachter Karl Reinisch von der Grazer Flugpolizei, sowie die Alpinpolizisten aus Neunkirchen, staunten nicht schlecht, denn der Tote trug keine Schuhe und war nur mit einer Jeans, einem beigen Strickpullover und einem grün-orangem T-Shirt bekleidet war.
Obduktion.
Bei der Obduktion stellte der Gerichtsmediziner fest, dass der Mann durch einen Sturz aus hoher Höhe ums Leben gekommen war. Seit Tagen ermitteln nun schon die Alpinpolizei und die Fahndungsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich.
Fest steht bisher lediglich, dass der Mann in der Nacht zum 16. April 2009 in der Bergstation auf der Rax übernachtet und sich als Johann Pruwirth ausgegeben hatte. Er habe in Florida, USA, ein Restaurant betrieben und das Lokal wegen der Wirtschaftskrise verkaufen müssen, erzählte er dem Kellner. Laut Polizei sind diese Angaben falsch.
Am Montag wurde der Bereich der Auffindungsstelle neuerlich abgesucht. "Wir haben auch diesmal keine Schuhe gefunden", so Michael Schneider, Chef der Alpinpolizei Neunkirchen.
















